Die pure Gier…
Dezember 27, 2007 von dobermann projekt
Wie jetzt bekannt wurde möchte der notleidende Musikindustrieverband IFPI die Notbremse ziehen und Musik aus dem Internet verbannen.
In einem Brief hat die Altersarmut fürchtende Musikindustrie-Clique jetzt EU-Parlamentariern ihre Wunschliste für das Jahr 2008 präsentiert. Unter der Überschrift: “Technische Ansätze gegen Online-Copyright-Verletzungen” beschweren sich die abgehalfterten Musikfürsten des internationalen Verbands der Musikindustrie IFPI über die Internet-Provider, und bezeichnen deren Mitarbeit beim Kampf gegen die Online-Raubkopierer als “nicht zuvorkommend genug“.
Soll wohl heißen…die spielen nicht mit, die Schweine…
In einem Anfall von geistiger Umnachtung verlangen ein paar offensichtlich debile Mitglieder des Verbandes ein noch härteres Vorgehen der Internet-Provider gegen jeden User…der es wagt, sich Musik aus dem Internet auch nur anzuhören weil, Musik ist urheberrechtlich geschütztes Eigentum und dafür hat der User gefälligst zu löhnen.
Um ihre Pläne durchzusetzen kamen sie auf eine ganz perfide Idee, sie wollen die Provider in die Pflicht nehmen und diese die “Drecksarbeit” für sich erledigen lassen.
Die Musikindustrie…allen voran der deutsche Ableger des IFPI fordern die totale Kontrolle des Internet durch die Provider, so kann man selbst im Hintergrund bleiben, die Gewinne einstreichen und… wenn dann die ganze Sache den Bach runter geht… seine kleinen, schmierigen Pfoten in Unschuld waschen…
Damit man der ganzen Geschichte noch einen einigermaßen seriösen Anschein geben kann und der dämliche User nicht merkt was hier laufen soll, hat man bereits am 8. Mai 2007 eine Frau Merkel und einen alternden immer noch singenden Playboy mit Namen Udo Jürgens mit in’s Boot gezerrt. Hierzu sei angemerkelt,eine Frau Merkel wußte was sie da tat…
• “Krise im deutschen Musikmarkt” Am Dienstag, dem 8. Mai 2007, traf Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Schlagersänger Udo Jürgens den Weltvorstand der Internationalen Vereinigung der Musikindustrie (IFPI), um über die veränderten Rahmenbedingungen “der Musikindustrie als eine der tragenden Säulen der Kreativwirtschaft” zu sprechen.
Das bei diesen Gesprächen hauptsächlich die Belange der deutschen Musikindustrie behandelt wurden (logisch, der ausländischen MI geht so gut wie lange nicht mehr…) lassen wir dabei mal aussen vor.
Ebenfalls außen vor lassen können wir die Bitte der Musikindustrie, die Rechte der Musikindustrie weiter zu stärken, im gleichen Maße jedoch die Rechte der Bürger einzuschränken.
Zitat: Beide (MI und Jürgens) wünschen sich eine Ausweitung ihrer geistigen Eigentumsrechte auf Kosten einer Beschneidung der Rechte der Öffentlichkeit und der Verbraucher.
Nicht unterschlagen möchten wir aber einen von vielen Vorschlägen der Musikindustrie, die will nämlich per se jedem User den DSL-Datenhahn zudrehen lassen wenn er sich auch nur einen Song aus dem Internet zieht…
Zitat: Internet Service Provider sollten verpflichtet werden, den Service-Vertrag mit Kunden zu kündigen, die Inhalte online stellen, die Urheberrechte verletzen.
Dabei läßt man geflissentlich aus, um welche Inhalte es sich handelt und wessen Urheberrechte verletzt sein müssen…
Was sich bei dem Treffen mit der Kanzlerin im Mai 2007 noch harmlos anhörte und von vielen belächelt wurde…fand jetzt in dem Bettelbrief an die EU seine Fortsetzung, dort gehen die Deppen vom deutschen Musikverband etwas weiter und schreiben, vermutlich unter dem Einfluß einer bewustseinserweiternden Substanz… folgendes:
•Internet-Filter: Provider sollen den gesamten Datenverkehr ihrer Kunden filtern, Musikdateien identifizieren und automatisch mit einer Datenbank geschützter Aufnahmen abgleichen. Macht der Filter eine urheberrechtlich geschützte Musikdatei aus, wird die Datenübertragung gestoppt.
•Protokoll-Sperren: Anhand des verwendeten Internet-Protokolls sollen Provider Tauschbörsen-Datenverkehr ihrer Kunden ausmachen. Die Forderung der Musikindustrie: Provider sollen alle Dienste blockieren, die “bekanntermaßen vor allem Urheberrechte verletzen” oder “Maßnahmen abgelehnt haben, um solche Verstöße zu verhindern”.
•Web-Zensur: Internet-Provider sollen den Aufruf von Web-Seiten sperren, die “Urheberrechte verletzen” und sich weigern, “mit den Rechteinhabern zusammenzuarbeiten”. Als Beispiel nennen die IFPI-Lobbyisten hier die schwedische Suchmaschine für Tauschbörsen-Downloads “Pirate Bay”.
Man kann hier nur hoffen das die Verfasser des Briefes sich nicht wirklich klar darüber waren was sie eigentlich fordern…möglicherweise hatte der eine oder andere ja einen vorübergehenden Blackout und wäre somit entschuldigt…oder einen leichten Gehirnschlag…auch das entschuldigt.
Sollte das aber nicht zutreffen und die Vertreter der Musikindustrie sind trotz ihres Alters noch bei klarem Verstand, würde die Umsetzung solcher Forderungen praktisch das Aus eines jeden Musikangebotes zumindest im europäischen Internet bedeuten.
Selbst die zum heutigen Zeitpunkt mehr als 200 legalen Musik/Film-Anbieter würden dann möglicherweise vor dem Aus stehen.
Einziger Gewinner in dieser Sache, die deutsche Musikindustrie…sie hätte, ohne irgendetwas dafür tun zu müssen… mit einem Schlag alle Konkurrenten vom Feld gewischt und wäre alleiniger Anbieter von Musik/Film-Downloads.
Anmerkung:
Klasse, wenn man bedenkt das genau diese Musikindustrie in den letzten 15 Jahren so ziemlich alles verpennt hat… was es an Entwicklungen und Neuheiten zu verpennen gab…
Spike,27.12.2007
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