Ohne die Stimme Berlins hat der Bundesrat abschließend den EU-Vertrag von Lissabon gebilligt. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), kündigte in letzter Minute die Enthaltung seines Landes an, die damit als Nein gewertet wurde.
Für die Verabschiedung des Lissaboner Vertrages waren die Stimmen Berlins zwar nicht nötig. Die Enthaltung ausgerechnet der Hauptstadt wirft nach Einschätzung vieler Politiker jedoch einen Schatten auf das Abstimmungsergebnis. Der Bundestag hatte bereits gegen die Stimmen der Linkspartei den Lissabon-Vertrag gebilligt.
Alle anderen Bundesländer votierten für das Reformwerk, mit dem die EU zusätzliche Kompetenzen erhält und auf eine demokratischere Grundlage gestellt wird. Jetzt muss noch der Bundespräsident den Lissabon-Vertrag unterzeichnen. Wann das geschieht, ist offen.
Der Vertrag von Lissabon zur Änderung des Vertrags über die Europäische Union und des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft ist am 13. Dezember 2007 in Lissabon von den Vertretern der 27 Mitgliedstaaten unterzeichnet worden. Nach Artikel 6 des Vertrags bedarf dieser der Ratifikation durch die Mitgliedstaaten im Einklang mit ihren verfassungsrechtlichen Vorschriften und tritt am 1. Januar 2009 in Kraft, sofern alle Ratifikationsurkunden hinterlegt worden sind, oder andernfalls am ersten Tag des auf die Hinterlegung der letzten Ratifikationsurkunde folgenden Monats.
Irisches ‚Ja’ zum Lissabon-Vertrag ‚nicht sicher’
Trotz der stark den Vertrag von Lissabon befürwortenden Kampagne der irischen Regierung hat eine jüngste Umfrage gezeigt, dass vermutlich weniger als die Hälfte der Bürger Irlands den Text im bevorstehenden Referendum billigen wird. Dies nährt Befürchtungen innerhalb der EU, dass Irland ein weiteres Projekt zur Reform der Institutionen gefährden könnte; das Land hatte bereits 2001 den Nizza-Vertrag abgelehnt.
Irland ist das einzige EU-Land, in dem ein Referendum über den neuen Vertrag abgehalten wird. Die Abstimmung sollte ursprünglich am 29. Mai 2008 durchgeführt werden. Nun wird sie laut einer Ankündigung des irischen Premierministers Bertie Ahern, erst im Juni 2008 stattfinden.
Dick Roche, der irische Minister für europäische Angelegenheiten, machte deutlich, dass in Irland ein Referendum über die Bestimmungen des Lissabon-Vertrags abgehalten werde. Es gäbe keinen Plan B, falls der Vertrag abgelehnt würde sowie keinerlei Möglichkeit, den Text erneut zu verhandeln.
Ohne die irische Ratifizierung wäre der Vertrag demnach „tot“.
Mitglieder der Partei Sinn Féin haben abermals ihre starke Ablehnung des Vertrags zum Ausdruck gebracht. Sie fordern die Bürger Irlands auf, den Vertrag abzulehnen.
Der Vertrag von Lissabon gebe den EU-Institutionen zu viel Macht, so der Garry Adams, Vorsitzender der Sinn Féin. Er fügte hinzu, diese Vorschläge minderten den politischen Einfluss des irischen Volkes. Dies schließe auch das Recht ein, EU-Gesetze zu blockieren, wenn sie nicht im nationalen Interesse Irlands seien.
Adams warnte ebenfalls, dass der Lissabon-Vertrag Irlands Neutralität gefährde, indem das Land an eine gemeinsame europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik gebunden würde. Er würde weiterhin die Stimme des Landes in der EU schwächen und öffentliche Dienste untergraben, so Adams.
Unterdessen haben britische Aktivisten mit Schlagworten wie „Referendum Now“ und „Give us a vote“ gegen die Entscheidung der Regierung des Vereinigten Königreichs demonstriert, kein Referendum zum neuen Vertrag abzuhalten. In nur wenigen Tagen werden die Abgeordneten des britischen Parlaments über einen Änderungsantrag der Konservativen abstimmen, mit dem sie ein Referendum fordern.
Eine Umfrage der Kampagnengruppe „I Want a Referendum“ zeigte, dass 85% der britischen Wähler ein Referendum über den Vertrag von Lissabon befürworten. 90% stehen dessen Ratifizierung ablehnend gegenüber. Premierminister Brown hat Behauptungen von Kritikern zurückgewiesen, der Vertrag würde den Interessen des Landes im Weg stehen. Er hält an seiner Überzeugung fest, den Text im Parlament und nicht via risikoreichen Referendums zu ratifizieren.




Wenn Sie einverstanden sind mit dieser Aussage:
http://notolisbontreaty.blogsome.com/
bitte beteiligen und offen legen. Danke.
Wieso hatten wir eigentlich kein Referendum?
Find ich ne Schweinerei.
Ach ja, klar, weil sonst das Ergebnis den Regierenden nicht gefallen würde…
vielen im zusammenhang mit der eu ist viel zu schnell gelaufen. die menschen, die deutschland aufgebaut haben sind die jenigen, welche das problem ausbaden müssen. politiker sollten nicht so total irrsinnige entscheidungen treffen.
Nicht Politiker entscheiden…Sie sind das Kasperletheater welches uns einfachen Menschen Demokratie vorspielt.
Die Macht haben die Menschen welche die Wirtschaft beherschen. Doch die kennen wir nicht denn auch deren Representanten dessen Gesichter wir kennen sind nur Befehlsempfänger.
Der Sumpf ist viel tiefer…..
Irland wird für die EU-Verfassung stimmen.
Denn nicht die Menschen entscheiden….es entscheidet die Technick und der Wahlbetrug.
Natürlich wird das Ergebniss sehr knapp aber zu Gunsten der EU-Verfassung erreicht um eben den Eindruck der freien und unmanipulierten Wahl gerecht zu werden.
Wir haben Beispiele wie Frankreich oder Italien so wie Serbien,
wo Wahlen manipuliert wurden um eben die willfährigen Marionetten zu insterlieren.
Oder hätten Sie wirklich geglaubt das die Serben Lust auf die EU haben? Oder das die FRanzosen lieber den arroganten Wurzelzwerg Sarkozy haben wollten?
Ich glaube lieber an den Weinachtsmann als an das Märchen von der Demokratie, doch es muß ja schon so gewaltig stinken das es den meisten Menschen nicht mehr auffällt weil der ekelhafte Fäulnissgeruch den Geruchssinn abgetötet hat.
Ich bin kein Pessimist aber trotzdem leben wir in sehr interessanten Zeiten.
Wer sich wehren will sollte es heute schon tun…beginnen Sie damit Ihren Mitmenschen
den Gestank unter die Nase zu halten….alles Weitere unterliegt der Dynamik der Aufklärung und das daraus resultierende Handeln.
Ulele
Bensil Norm 2050minusX
Wenn so viele Leute dagegen sind, könnte es unverhofft bald wie in der DDR laufen:
WIR SIND DAS VOLK, STASI RAUS!
endlich mal gute nachrichten!
Ich kann nur jedem raten sich unter
http://www.irish-friends-vote-no-for-me.org/index.php?cccpage=home&set_language=de mal umzuschauen.
[...] Vertrag von Lissabon kann noch gestoppt werden im Blog Die Dreckschleuder fand ich heute morgen folgenden Artikel. Ohne die Stimme Berlins hat der [...]
was ist so schlimm am reformvertrag?
@johannt011:
Es ist ein weiterer Schritt, die Verdachtsgesellschaft zu manifestieren.
Es besteht erhöhte Gefahr eines weiteren Reichstagsbrandes.
Schäubles Statistiken werden uns weismachen, daß wir
- Jahr für Jahr erhöhter Terrorgefahr ausgesetzt sind (womit er Recht hat, aber der Terror kommt von innen)
- Jahr für Jahr weitere 50% Aufkommen an KiPo haben als Grundlage für weitreichende Restriktionen der Freiheit im Internet.
Das sind meine Meinungen.
Ansonsten:
http://www.radio-utopie.de/2008/03/23/der-eu-reformvertrag-von-lissabon-teil-1/
http://www.radio-utopie.de/2008/03/27/der-eu-reformvertrag-von-lissabon-teil-2/
http://www.radio-utopie.de/2008/04/11/der-eu-reformvertrag-von-lissabon-teil-3/
http://www.radio-utopie.de/2008/04/14/der-reformvertrag-von-lissabon-teil-4/
http://www.radio-utopie.de/2008/05/02/der-eu-reformvertrag-von-lissabon-teil-5/
http://www.radio-utopie.de/2008/05/13/der-eu-reformvertrag-von-lissabon-teil-6/
http://www.eu-vertrag-stoppen.de/eu-vertrag/eu-vertrag.html
Und dann bitte:
http://www.eu-referendum.org/deutsch/index.html
[...] Artikel: Vertrag von Lissabon kann noch gestoppt werden Diesen Artikel bookmarken? Bedenklichen Inhalt melden? [...]
Leute, ich bin Deutscher und lebe seit 3 Jahren in Irland. Hier ist eine heisse Diskussion im Gange, der Ausgang der einzigen Volksabstimmung in der EU über den Vertrag von Lissabon ist völlig offen. Unterstützt bitte die Kampagne http://www.irish-friends-vote-no-for-me.org und helft, diesen gefährlichen Schwachsinn zu stoppen!
@ Bensil Norm
Wow, hier bist du ja so richtig in deinem Element und das Posting passt auch haargenau zu deinen übrigen “Aktivitäten”. Wie zum Beispiel dem Verlinken von gar vielfältigen und hochwichtigen Nachrichten auf – linkpin.de – besonders aus dem linksradikalen und “antizionistischen” Umfeld, so z.B. politblog.de oder dem KPDML-Auswurf ‘Linke Zeitung’, zu deren Betreibern neben dem Hobbyrevoluzzer und hauptberuflichen Vertreter für asiatische “Heilkunst” Peter Weinfurth, der antisemitsche Hetzer ‘nemetico’ alias Pedro Kreye – pedro-kreye.net – gehören. Und hin und wieder gönnst du dir auch höchstselbst einen kleinen Ausflug an die “Nahost-Front”, um deine besondere Sicht der dortigen Verhältnisse im allgemeinen und der “Ursachen” im besonderen zum Besten zu geben. linkpin.de
Aber was ist das?? linkpin.de
Ein Unterstrich und schon verwandelt sich der wackere Streiter für die Entrechteten und Geknechteten dieser Welt in einen empört daherschwurbelnden Vertreter der indigen deutschen Bevölkerung! Wenn das deine Kumpels von Antifa und/oder VT wüssten!
Bensil_Norm scheint tatsächlich ein verunglücktes Anagramm für ’senil born’ zu sein.
@johannt011
“Was ist so schlimme am Reformvertrag?”
1. Das deutsche Grundgesetz verbietet die Todesstrafe, der Reformvertrag sieht die Todesstrafe vor, obwohl es derzeit in keinem EU Land die Todesstrafe gibt! Anderslautende Ausnahmeregelungen lassen sich mit 3 Monaten Vorlaufzeit außer Kraft setzen.
2. Sogenannte “Landstreicher” verlieren ihr Recht auf Freiheit und könnten somit in Gefangenenlager gesteckt werden.
3. Jetzt wird erneut versucht, den Vertrag durchzusetzen. Die oben genannten Punkte sind in der “Grundrechte-Charta” enthalten. Diese “Grundrechte-Charta” ist jetzt wegen der umstrittenen Punkte nicht mehr Teil des Vertrags von Lissabon. Jedoch ist in der neuen Version vom Vertrag von Lissabon ein Querverweis enthalten, der besagt, dass diese Grundrechte-Charta rechtsverbindlich wird!
Mit faulen Tricks werden Todesstrafe und Gefängnislager für Sinthi, Roma und Obdachlose aus dem Inhalt des Vertrages von Lissabon herausgenommen, während aber die rechtsverbindliche Umsetzung effektiv erhalten bleibt! Diese unfassbaren Punkte werden jetzt unverändert als gesondertes Papier gehandhabt, dessen Rechtsverbindlichkeit jedoch Bestandteil des Vertrags von Lissabon bleibt!
Kurzum: Praktisch ändert sich bezüglich der oben genannten Punkte nichts, es wird lediglich erschwert, es einem Laien zu erklären.