Internetkritiker Keen: Web 2.0 macht dumm


Andrew Keen hält nichts von der Demokratisierung des Mitmach-Internets

Andrew Keen bezeichnet sich selbst als führenden Internetkritiker, das Mitmach-Internet ist ein rotes Tuch für ihn. Der Kulturkritiker befürchtet, das Web 2.0 stürze das Abendland in den Untergang. Er fordert die Internetnutzer auf, sich ihrer Unwissenheit bewusst zu werden und den Mund zu halten.
Das Web 2.0 erlaubt es Nutzern, ohne viele Vorkenntnisse eigene Inhalte im Web zu veröffentlichen. Ob Texte, Töne, Bilder oder Videos – Blogengines, Wikis oder Portale wie Youtube ermöglichen das. Doch nicht alle halten diese Entwicklung für gut. Andrew Keen, ein britisch-amerikanischer Internetunternehmer und Autor, befürchtet beispielsweise, dass das Web 2.0 weniger die Demokratie fördert, als vielmehr in “kulturelles Chaos, eine ökonomische Katastrophe und moralischen Niedergang” stürzt. Grundsätzlich sei nichts dagegen einzuwenden, dass Nutzer eigene Inhalte schaffen und diese im Internet veröffentlichen. “Problematisch wird es, wenn 2.0-Techniken als eine Möglichkeit idealisiert werden, konventionelles Talent zu untergraben und das Wissen üblicher Experten durch die Arglosigkeit von Online-Amateuren zu ersetzen”, schreibt Keen in seinem Blog The Great Seduction (Die große Verführung). Genau das aber wollten die “Silicon Valley-Fantasten”, die – “vielleicht nicht ganz zufällig” – jene Unternehmen besitzen, die die Werkzeuge für “diese Explosion der Selbstdarstellung” liefern.

Die Web-2.0-Revolution sei schuld daran, dass heutzutage Blogs, Wikipediaeinträge, Facebookseiten, Fotos auf Flickr oder Videos auf Youtube “verlässliche oder schöne Inhalte” verdrängten. Damit sei das Web zu einer “Kakophonie unkontrollierter, personalisierter, oft anonymer Meinungsäußerungen geworden, wo alle gleichzeitig reden, aber keiner dem anderen zuhört”, so Keen. Das Ergebnis sei Massenverdummung und eine Kultur des digitalen Narzissmus, die die “traditionelle Meritokratie von bewährten Experten” ins Wanken brächten.

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BlackHole

Als Realtime Blackhole List (RBL) oder DNS-based Blackhole List (DNSBL) werden in Echtzeit (realtime) abfragbare Schwarze Listen bezeichnet, die verwendet werden, um E-Mail zweifelhafter Herkunft als Spam zu klassifizieren. Die erste einer breiteren Fach-Öffentlichkeit bekannt gewordene RBL war das MAPS von Paul Vixie.[1] RBL ist ein eingetragenes Markenzeichen von Trend Micro.

3 thoughts on “Internetkritiker Keen: Web 2.0 macht dumm”

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