Der Korrespondent des TV-Kanals BBC Tim Whewell hat der ganzen Welt in seiner Dokumentarreportage aus Südossetien gezeigt, dass Georgien in Zchinwali wahllos Gewalt angewendet hatte. Das führte zum Tod friedlicher Einwohner, die sich solange selbständig verteidigten, bis die russischen Truppen kamen.
Der Journalist, dessen Film am Freitag im BBC-TV-Kanal World News gezeigt wurde, bekam als erster Korrespondent des westlichen Fernsehens freien Zugang in die Republik und versuchte zu klären, wer den Krieg begonnen und warum er zu derart großen Opfern und Zerstörungen geführt hat.
Eine Rundfunkversion der Reportage Whewells wurde im BBC-Radio 4 am 28. Oktober gesendet.
Georgien reagierte am Tag darauf prompt und leugnete die Anschuldigungen der Kriegsverbrechen gegen die Einwohner Südossetiens.
„Die Georgier behaupten, dass die Osseten mit Unterstützung durch Russland Zchinwali als Stützpunkt für häufige Überfälle auf umliegende georgische Dörfer genutzt haben“, sagt der Journalist. Ihm zufolge diente das Georgien als Rechtfertigung für den Überfall auf Südossetien am 7. August.
Wahrscheinlich wurden die Einwohner von Zchinwali erstmals in westlichen Chroniken zu Helden, die die Ereignisse mit eigenen Augen gesehen haben, die von den Massenmedien verschwiegen werden.
„Die georgischen Truppen haben die Stadt am 7. August überfallen und im Laufe von zwei Tagen Tod und Zerstörung gebracht. Hauptsächlich in den Wohnvierteln.
Für die Osseten ist das ein Verbrechen gegen die Menschheit,
vor dem die Welt die Augen verschlossen hat“, sagt der Filmautor.
Whewell prüft ebenfalls die georgische Version, wonach die russischen Truppen in den Rokski-Tunnel 20 Stunden vor dem Überfall Georgiens auf Südossetien am 7. August eingezogen waren.
Laut ihm hält auch die Version keiner Kritik stand, dass die russische Invasion in Georgien eine im Voraus geplante Aktion gewesen war.
Georgien hat vom 8. bis zum 12. August eine militärische Operation in Südossetien durchgeführt.
Damals zerstörten die georgischen Truppen praktisch vollständig die Hauptstadt der Republik, Zchinwali, viele Ortschaften und töteten nach Angaben der südossetischen Behörden etwa 1500 friedliche Einwohner. In Tiflis plante man auch eine massierte Aggression gegen Abchasien.
Russland führte seine Truppen in Südossetien zum Schutz der dort lebenden russischen Bürger ein. Der Küste Abchasiens näherten sich außerdem Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte zur Verhinderung einer Aggression und zum Schutz der friedlichen Bevölkerung, darunter der russischen Bürger, die sich damals in der Republik aufhielten.
Am 12. August gab Russland den Abschluss der Operation zur Zwingung Georgiens zum Frieden bekannt und erklärte am 22. August, dass es den Truppenabzug vollständig abgeschlossen habe.
Als Antwort auf die Bitte der Einwohner Südossetiens und Abchasiens erkannte Russland am 26. August die Unabhängigkeit dieser Republiken an.



