Kaum hatten die Attentäter in Bombay die ersten Schüsse abgefeuert, brach im Internet ein wahres Twitter-Gewitter aus.
Während Nachrichtenagenturen und Fernsehsender die ersten Eilmeldungen verbreiteten, liefen auf der Website Twitter ununterbrochen Kurznachrichten aus Bombay ein, darunter ungefilterte Live-Berichte vom Ort des Geschehens.
Wie zuvor beim Tsunami und bei anderen Katastrophen erwiesen sich Online-Foren erneut als schneller, detailreicher und zuverlässiger als alle etablierte Medien zusammen.
Neben Twitter spielten -Fall von Bombay- auch Blogs eine Rolle…da auf diesen durchgehend und in guter Qualität über die unfassbaren Ereignisse berichtet wurde. Die Sender BBC, CNN und andere Medien kontaktierten in Bombay beispielsweise gezielt Blogger, um authentische Berichte vom Ort des Geschehens zu bekommen.
Auch die Verbreitung von Fotos und Videos im Internet spielt eine zunehmend wichtigere Rolle. Ein indischer Blogger namens Vinu z.B. veröffentlichte sehr früh eine Fotoserie von den Anschlagsorten auf der Website Flickr.
Nachrichten ungefiltert und schnell…
12/01/2008 von BlackHole




Im Prinzip können die “alten” Medien öffentlich nicht zugeben, dass Blogs und ähnliche Plattformen längst auf dem Vormarsch sind.
Warum, weil sie sonst ihre eigene Daseinsberechtigung in Frage stellen würden.
@xephir
Blog’s etc. haben schon längst etablierte Medien überholt, in Deutschland zwar noch nicht ganz…aber weltweit auf jeden Fall.
Bestes Beispiel, die Huffington Post…die Macher dort kommen mit -ich glaube- 7 Leuten aus…die Beiträge sind aktuell etc.!
Zu den Vorfällen in Indien…dort haben Augenzeugen sofort ihre Berichte in ihren Blog’s veröffentlicht -teilweise mit Video’s etc.- und bereits nach wenigen Stunden ergab sich ein völlig anderes Bild als in den “alten” Medien beschrieben wurde. Die BBC hat dies erkannt und sich ab Tag 2 fast ausschliesslich auf Berichte der Augenzeugen verlassen bzw. diese vollumfänglich übernommen.
Während hier noch von einer gewissen Organisation die Rede war -die immer für solche Dinge herhalten muß- war bereits seit Stunden bekannt das es sich dieses mal eben nicht um einen Anschlag der üblichen Sorte handelt, sondern in Bombay etwas gänzlich anderes vorgegangen ist.
So lange die etablierten Medien nicht endlich etwas flexibler werden, werden sie also auch weiterhin an Lesern verlieren.
Zu den Vorfällen in Bombay hatt ich am Tag 2 per Fax eine kleine Anfrage an eine in Deutschland sehr bekannte Zeitung gestellt. Eine Antwort auf meine Frage habe ich bis heute nicht erhalten…
Auch ein solches Verhalten ist nicht unbedingt hilfreich für den deutschen Blätterwald…
P.S.
zur Huffington-Post: wenn die Zahl der Mitarbeiter nicht stimmt/stimmen sollte…bitte kurze Meldung an uns.
Danke