Panikmache mit einer nicht eintreten wollenden Pandemie

Zensur findet nicht statt.

In den USA wird mal wieder darüber nachgedacht, wie man -ohne mit der Verfassung und/oder dem Gesetz zu kollidieren- das Internet flächendeckend regulieren/überwachen kann. Die Idee,  welche jetzt Mitarbeitern des Government Accountability Office (GAO) gekommen ist, ist einfach und… sie lässt sich -vorausgesetzt man kann die Pandemie-Panikmache noch ein wenig steigern- dem Bürger recht gut vermitteln und auch problemlos umsetzen.

Vor wenigen Tagen hat das Government Accountability Office (GAO) davor gewarnt, dass beim Ausbruch einer schweren Grippewelle der Zugang zum Internet gestört und Telearbeit beispielsweise im Börsenhandel durch Überlastung behindert werden könnte. Bei einer Pandemie würden, so hat zuvor das Heimatschutzministerium vermutet, mehr Menschen Zuhause bleiben und stärker das Internet nutzen.

Nun, in den USA wird darüber nur nachgedacht/diskutiert und es ist mehr als fraglich ob überhaupt -auf Grund dieser Gedanken/Überlegungen- weiter in die Rechte und Grundfreiheiten der Amerikaner eingegriffen wird. Das Recht auf Information lassen sich die Amerikaner nicht so einfach beschneiden und/oder gar ganz nehmen… davor schützt u.a. eine funtionierende Verfassung.

Anders sieht es z.B. in Europa aus, da ist es durchaus vorstellbar, dass Informationen -auf Grund fehlender und/oder völlig unzureichender Gesetze/Grundrechte – auf Zuruf gefiltert werden, dass man vorhandene Informationen mal eben zensiert.   Beispiel Deutschland:  Laut Grundgesetz ist in Deutschland eine Vorab-Zensur von Inhalten verboten. Artikel 5 ist eindeutig:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Artikel 5 schützt uns also “nur” vor einer Vorab-Zensur… so war es und so ist es.  Aber ist es auch tatsächlich so.?

Nun, was Informationen in der Presse oder im TV anbelangt, da greift Artikel 5 tatsächlich, auch wenn es nicht immer danach aussieht… nicht aber im Internet, dort -so scheint es- haben Recht und Gesetz nichts zu suchen, dort machen “Die Großen” die Regeln, dort läuft es so, wie Konzerne es sich wünschen und da wird vorab auch zensiert was das Zeug hält. Scheiß doch auf  Grundrechte oder Gesetze.

 

Permanent nachlassende Performance,Hinweis auf Deep Packet Inspection

Es war Deine Zeit

Vorreiter in Sachen Internet-Zensur war/ist einmal mehr Arcor/Vodafone… im folgenden nur noch Vodafone genannt da Arcor von Vodafone aufgekauft wurde und somit quasi nicht mehr existiert.  Der ISP Arcor ,mit seiner missglückten YouPorn-Sperre in die -nicht unberechtigte- Kritik geraten, hat damals vorgemacht was passiert/passieren wird wenn Provider anfangen Sperren oder Filter zu setzen. Neben YouPorn wurden damals bekanntlich auch mehr als 30.000 völlig harmlose Webseiten einfach mal so gesperrt, alles Bitten und Betteln -die Sperren aufzuheben- blieben ohne Erfolg. Auf den Rest der Geschichte muß hier nicht weiter eingegangen werden… das Ergebnis ist bekannt.

 

Seit Mitte Oktober setzt Vodafone "Man-in-the-middle-Angriff" in seinem Netz ein.

Seit Mitte Oktober setzt Vodafone "Man-in-the-middle-Angriff" in seinem Netz ein.

Nun tritt Vodafone offensichtlich in die Fußstapfen von Arcor und beginnt damit, gezielt Inhalte aus dem Netz zu filtern, für User nicht mehr zugänglich zu machen.  Schon seit Juli fängt Vodafone im UMTS-Netz den Traffic zu DNS-Servern ab und lässt ihn von seinen eigenen beantworten.   Bislang gibt es noch sehr wenige Reaktionen auf diese Aktion… doch dies wird sich in Kürze ändern denn Vodafone setzt seit Juli 2009 (vorher nur sporadisch) nicht nur die sog. Deep Packet Inspection ein -um Datenpakete  zu überwachen/filtern und/also Zensur im Internet- was u.a.zur Folge hat dass die Geschwindigkeit der Internetverbindung massiv abfällt, sondern beginnt seit Mitte Oktober auch damit, alle im normalen  Netz verfügbaren “freien DNS-Server” zu filtern. Ein einfaches Ändern der Server im PC oder im Router -um freie/nicht zensierbare DNS-Server zu nutzen- wurde damit unterbunden. [1] Dabei setzt Vodafone auch den sog. “Man-in-the-middle-Angriff” (siehe Foto) ein, fängt Anfragen ab und liefert dem User eine verfälschte Antwort zurück.  Bisher blieben alle Anfragen an Vodafone diesbezüglich ohne eine Antwort.

Artikel 5 Grundgesetz verbietet Zensur… nun, die offensichtliche Zensur a la China sicherlich… nicht aber die Zensur, die Vodafone hier -im übrigen ohne jede rechtliche Grundlage- betreibt.

[1] Unter anderem wurde von Vodafone auch der freie Vatikan-Server gesperrt.

 

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