Chinas Wirtschaftsentwicklung bleibt die oberste Priorität, die nicht dem Kampf gegen den Klimawandel geopfert wird. Das betonte Chinas Premier Wen Jiabao in einem Xinhua-Interview.
„China muss um sein Recht auf die weitere Entwicklung kämpfen und dabei dem Problem des Klimawandels entsprechende Aufmerksamkeit schenken”, so der Politiker. „Die Tatsache aber, dass das Wirtschaftswachstum die oberste Priorität der Entwicklungsstaaten ist, darf nicht ignoriert werden.”
Ende November hatte Chinas Regierung versprochen, die CO2-Emission bis 2020 gegenüber 2005 um 40 bis 45 Prozent pro Mehrwert-Einheit zu reduzieren. Das bedeutet, dass die Treibhausemission in China weiter wachsen wird, allerdings nur halb so schnell wie bisher.
Wie Wen Jiabao weiter betonte, wird China dem internationalen Druck nicht nachgeben und seine Nationalwährung nicht aufwerten.
Heute kostet ein US-Dollar 6,8 Yuan. Nach Ansicht vieler westlicher Analysten soll der Kurs der chinesischen Währung um 40 Prozent aufgewertet werden. Während seines China-Besuchs Mitte November rief US-Präsident Barack Obama Chinas Staatschef Hu Jintao auf, den Yuan aufzuwerten und damit ein Ungleichgewicht im Handel zu verringern, um die globale Wirtschaftskrise nicht zu vertiefen.
„Die Aufrechterhaltung eines stabilen Yuan-Kurses ist im Interesse der gesamten Völkergemeinschaft”, betonte Wen Jiabao im Xinhua-Interview.
2005 hatte die VR China die bisherige feste Bindung des Yuan an den US-Dollar abgeschafft und einen „floating”-Kurs zum Devisenkorb eingeführt.
Quelle: RIA Novosti



