Von mir hätte es Freispruch gegeben

Zu 35 Stunden gemeinnütziger Arbeit ist ein junger Mann in der Nähe von Paris verdonnert worden, weil er Staatspräsident Nicolas Sarkozy beleidigt hat.

Das Gericht in Bobigny blieb mit dem Urteil aber weit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die 210 Stunden verlangt hatte. Der nicht vorbestrafte 21-Jährige war festgenommen worden, als der Präsident der Problemregion Seine-Saint-Denis östlich von Paris einen Besuch abstattete. Er soll dem Präsidenten zugerufen haben:

“Du kannst mich am Arsch lecken, Blödmann, hier bist du bei mir!”

Dem jungen Mann wurden Beleidigung des Präsidenten und der Polizei sowie Widerstand bei seiner Festnahme vorgeworfen. Er war bei der Festnahme so stark verletzt worden, dass er für neun Tage arbeitsunfähig geschrieben werden musste, wie seine Anwältin sagte. Demnach erlitt er Verletzungen vor allem im Gesicht.

Die Vorstadt La Courneuve östlich von Paris, die Sarkozy insbesondere besucht hatte, ist wegen ihrer hohen Kriminalitätsrate berüchtigt. Als Innenminister hatte Sarkozy im Jahr 2005 gesagt, er wolle die Vorstädte “mit dem Kärcher” von Kriminellen befreien. Dies hatte damals eine Welle der Empörung ausgelöst.

4 Kommentare

Eingeordnet unter justitz

4 Antworten zu Von mir hätte es Freispruch gegeben

  1. Stummvoll

    aber den Menschen deswegen so zu vermöbeln das er 9 Tage krankgeschrieben werden mußte und ihn dann noch zu verurteilen…
    Da verwechselst Du was. Er hätte nur keinen Widerstand entgegegen setzen dürfen, dann wäre er auch nicht verletzt worden. Man widersetzt sich einfach nicht den Anweisungen der Polizei
    Fertig!!!
    Kapito?

    • @Stummvoll
      Na logisch doch… wenn Dir die Bodyguards einen Satz warme Ohren verpassen, hast Du still zu halten. Klar doch…macht ja jeder andere auch so.

  2. Stummvoll

    Ich hätte ihn ins Gefängnis gesteckt.

    • @Stummvoll
      Warum.?
      Sarkozy war und ist in Teilen Frankreichs noch nie beliebt… als Innenminister war er verhasst und nun, als Präsident, geht er immer mehr Franzosen am Ar… vorbei.
      Warum soll man einem ungeliebten Menschen also nicht mal die Meinung sagen dürfen.?
      Gut, die Wortwahl war vermutlich nicht ganz korrekt… aber den Menschen deswegen so zu vermöbeln das er 9 Tage krankgeschrieben werden mußte und ihn dann noch zu verurteilen… das lässt schon tief blicken.
      Als Präsident sollte man über solchen Dingen stehen und nötigenfalls auch die eigenen Bodyguards im Griff haben.

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