Deutschland: Zensur von Inhalten durch die Hintertür Teil 2 und Ende


Thomas Hoeren
Image via Wikipedia

Noch ein paar Gedanken zum  JMStV… der ja Ende des Jahres in Kraft treten soll. Da schlagen gerade eben ein paar E-Mails bei mir auf in denen -zu recht- darauf verwiesen wird, dass der ganze JMStV handwerklich schlecht gemacht und sowieso wieder gekippt werden wird.

Ja, alles richtig und natürlich kenne ich auch die fundierten fachlichen Meinungen der tatsächlichen Experten zu diesem JMStV… alle diese Experten sagen, dieser Vertrag ist so ziemlich das schlimmste, was deutsche Politik in den letzten Jahren zustande gebracht hat.

Ich sage nur, Sendezeiten im Internet… und zitiere hier mal Prof. Dr. Thomas Hoeren der dazu folgendes von sich gibt:

Was man in letzter Zeit als Gesetzgebungsentwürfe liest, schlägt einem auf den Magen. Sei es die Reform des Arbeitnehmerdatenschutzes oder das Buttongesetz gegen Internetabzocke – man wird den Verdacht nicht los, daß hier “Legastheniker” am Werke waren, die erst nach mehrfachen Anläufen ihr Jurastudium an irgendeiner C-Universität zu Ende gebracht haben.

Klar man kann da durchaus auch locker und entspannt sein und sagen, hey… laß die mal machen… das Ding geht eh den Bach runter.

Aber bis dieses Ding, dieser Gesetzeskrüppel, den Bach runter geht… müssen wir mit eben diesem Krüppel… und all den Konsequenzen daraus… leben. (Dazu siehe Zensur von Inhalten durch die Hintertür)

Wenn ich dann noch an die deutsche Abmahnindustrie denke, die diesen Vertrag als Freibrief ansehen und im nächsten Jahr munter drauf los mahnen wird… dreht sich mir der Magen um.

Vieleicht wird jetzt auch verständlich warum sich Experten wie Kris Koehntopp lieber selber aus dem Rennen nehmen, ihre Seiten sichern und Server offline nehmen. Lieber jahrelange harte Arbeit selber beenden und das Material behalten, als am Ende von einem Abmahnstrolch -auf Grund geltender Gesetze oder eines geltenden Vertrages-  in Grund und Boden geklagt zu werden.

Das Risiko -wegen Nichts- eine Abmahnung zu riskieren und Geld zu verlieren, wird im nächsten Jahr noch größer werden wenn dieser Vertrag nicht doch noch verhindert wird.

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BlackHole

Als Realtime Blackhole List (RBL) oder DNS-based Blackhole List (DNSBL) werden in Echtzeit (realtime) abfragbare Schwarze Listen bezeichnet, die verwendet werden, um E-Mail zweifelhafter Herkunft als Spam zu klassifizieren. Die erste einer breiteren Fach-Öffentlichkeit bekannt gewordene RBL war das MAPS von Paul Vixie.[1] RBL ist ein eingetragenes Markenzeichen von Trend Micro.

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