Wikileaks-Gründer Julian Assange soll am Donnerstag (12:30 Uhr) bei einem weiteren Gerichtstermin in London erfahren, ob er gegen Kaution freigelassen wird oder im Gefängnis bleiben muss. Die britische Justiz hatte bereits am Dienstag entschieden, dass der Australier nach Zahlung einer Kaution und unter einigen weiteren Bedingungen vorerst aus der Haft entlassen wird, bis die Anhörung über seine Auslieferung an Schweden ansteht. Die Anhörung soll am 11. Januar stattfinden. Die schwedischen Behörden hatten Berufung gegen die Freilassung eingelegt. Ein höherer Richter muss nun entscheiden, ob Assange freikommt oder nicht.
Zur entscheidenden Anhörung über die Freilassung Assanges sammeln seine Unterstützer unter Hochdruck Geld für die Kaution. Sie hätten bisher rund die Hälfte der Kautionssumme von 200.000 britischen Pfund in bar (ca. 240.000 Euro) zusammen, sagte Assanges Anwalt Mark Stephens dem Sender BBC. Außerdem werden 40.000 Pfund an zusätzlichen Sicherheitsgarantien benötigt. Neben Prominenten wie Regisseur Michael Moore oder Bianca Jagger hätten sich seit der Verkündung der Kautionssumme weitere Menschen gemeldet, die Geld geben wollten.
Die Anwälte und Unterstützer Assanges glauben weiterhin fest an die Freilassung. Seinem Mandaten werde in Schweden “die niedrigste Kategorie von Vergewaltigung” unter dem dort gültigen Recht vorgeworfen – ein Vorwurf, für den die Behörden noch nie zuvor die Auslieferung eines Verdächtigen beantragt hätten, betonte der Anwalt. Es sei lächerlich, zu behaupten, Assange könne fliehen.

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