Anna Chapman

MOSCOW, RUSSIA. DECEMBER 22, 2010. Former Russian spy Anna Chapman (in pic) became a member of the social council of the Young Guard of United Russia youth movement at its 4th Congress, in Moscow's Sokolniki Exhibition Centre. (Photo ITAR-TASS / Vladimir Astapkovich) Photo via Newscom

Die aus den USA ausgewiesene und wegen ihres attraktiven Aussehens berühmt gewordene russische Spionin Anna Chapman ist erstmals in einer Fernsehshow aufgetreten. In der populären Sendung “Lass sie reden” präsentierte sich die 28-Jährige am Donnerstagabend den russischen Zuschauern als nettes Mädchen von nebenan, traf ihren Freund aus Jugendtagen und bekam sogar ein Löwenbaby geschenkt.

“Die Leute erkennen mich auf der Straße oft wieder”, sagte die in ein hautenges Kleid und hochhackige Schuhe gekleidete Chapman. “Aber mein Leben hat sich nicht so sehr verändert.”

Chapman war Ende Juni zusammen mit neun weiteren Mitgliedern eines russischen Spionagerings in den USA festgenommen worden. Knapp zwei Wochen später kehrte sie im Zuge eines Agentenaustauschs nach Russland zurück. Medien zeigten besonders viel Interesse für die attraktive Chapman, die Schlagzeilen als “femme fatale” machte und sich nach ihrer Rückkehr in Dessous für ein russisches Männermagazin ablichten ließ.

In der Fernsehshow gab sie kaum Einblicke in ihr Agentenleben, sagte aber, sie verspüre keinen Groll gegen den möglichen Verräter, der den Agentenring auffliegen ließ. Während der Show wurden immer wieder Berichte aus ihrer Heimatstadt Wolgograd und Interviews eingeblendet, in denen sich Freunde und frühere Lehrer von der rothaarigen Schönheit begeistert zeigten.

Auch die “erste Liebe” Chapmans aus Schultagen tauchte auf. Der junge Mann überreichte seiner Ex-Freundin einen Blumenstrauß und küsste sie schüchtern auf die Wange. Als sie am Ende der Sendung gefragt wurde, ob sie einen Wunsch habe, sagte sie: “Ich gehe jedem auf die Nerven, weil ich so gerne einen kleinen Löwen hätte.” Prompt wurde unter dem Applaus der Zuschauer ein angeleintes Löwenbaby auf die Bühne geführt. Chapman hatte auch gleich einen Namen parat: “Ich werde ihn Nano nennen.”

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