Reichlich ein halbes Jahr nach dem Unglück bei der Duisburger Loveparade mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten, ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen 16 Menschen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung. Es handelt sich um Mitarbeiter von Stadtverwaltung, Veranstalter Lopavent und Polizei, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde. Lopavent-Chef Rainer Schaller und Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) seien nicht (!!!) unter den Beschuldigten.
Die Namen der Beschuldigten nannte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg nicht. Zugleich schloss er nicht aus, “dass weitere Personen in den Kreis der Beschuldigten einzubeziehen sein werden”. Noch seien die Ermittlungen nicht abgeschlossen. Das derzeitige “Zwischenergebnis” beruhe unter anderem auf der Vernehmung von mehr als 2200 Zeugen – darunter Loveparade-Besucher, Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte sowie Mitarbeiter von Lopavent, Sicherheitsdiensten und Stadtverwaltung. Zudem hätten die knapp 90 beteiligten Ermittler eine Vielzahl von Fotos, hunderte Stunden Videoaufzeichnungen und mehrere Terabyte elektronischer Daten gesichtet.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg betonte, der nun festgestellte Anfangsverdacht bedeute nicht zwingend, dass sich die Beschuldigten auch vor Gericht werden verantworten müssen.
Die Stadtverwaltung bezeichnete die ersten Ermittlungsverfahren gegen konkrete Personen als einen normalen und auch erwarteten Schritt. Die Stadt Duisburg werde die Ermittlungen auch weiterhin unterstützen, erklärte Oberbürgermeister Sauerland.
Sauerland unterstrich, er stehe “voll und ganz” hinter seinen Mitarbeitern. “Ich bin überzeugt, dass wir alle nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und keine Amtspflichten verletzt haben.” Zugleich brachte Sauerland sein Bedauern zum Ausdruck, “dass ich in der Vergangenheit den Gefühlen der Geschädigten in vielerlei Hinsicht nicht gerecht geworden bin”.




Naja sagen wir mal so
wenn man eine der größten Massenbewegungen still legen will sollte es man so machen.
wenn man das aus einem anderen Blickwinkel betrachtet hätte man mit den Massen bei der Love Parade locker einen Staat stürzen können