Strahlenschäden

Drei Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima haben eine gefährlich hohe Strahlendosis abbekommen. Zwei von ihnen sind so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus mussten.

Die anderen Helfer kommen bei den verzweifelten Versuchen, die Krisenreaktoren zu kühlen, nicht entscheidend voran. Die drei verletzten Techniker wollten in Reaktor 3 Kabel reparieren, um das Kühlsystem wieder in Gang zu bringen. Sie seien Strahlung von bis 170 oder 180 Millisievert ausgesetzt gewesen, sagte Hidehiko Nishiyama von der Atomsicherheitsbehörde NISA. Die Betreiberfirma Tepco hatte davor festgelegt, dass die Arbeiter am AKW nicht mehr als 150 Millisievert pro Noteinsatz abbekommen dürfen. Der Grenzwert der Regierung für AKW-Arbeiter liegt bei 250 Millisievert pro Jahr.

Zwei Männer mussten nach dem Unfall mit Verletzungen an den Beinen in eine Spezialklinik. Sie hätten in radioaktiv belastetem Wasser gestanden, sagte Edano. Das Wasser sei vermutlich durch ihre Schutzkleidung gedrungen. Schon zuvor waren in Fukushima eins Arbeiter verstrahlt und anders verletzt worden. Insgesamt hätten nun 17 Arbeiter eine Strahlenbelastung von mehr als 100 Millisievert abbekommen, berichtete Kydodo unter Berufung auf den AKW-Betreiber Tepco.

Ihr Kampf gegen die Kernschmelze dauert nun rund zwei Wochen. Fukushima eins ist seit dem Mega-Beben vom 11. März eine nukleare Ruine. “Nach gegenwärtiger Lage dürfen wir nicht zu optimistisch sein”, sagte Japans Regierungssprecher Yukio Edano am Donnerstag.

Quelle: http://diepresse.com/home/panorama/welt/644251/Lage-in-Fukushima-bleibt-kritisch_Arbeiter-verstrahlt?_vl_backlink=/home/panorama/welt/640991/index.do&direct=640991

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