Noch eine Pumpe

Der schwäbische Pumpenhersteller Putzmeister hat eine zweite Großpumpe nach Japan versandt, die dort bei den Kühlarbeiten am havarierten Atomkraftwerk Fukushima eingesetzt werden soll.

Wie eine Sprecherin des Unternehmens aus Aichtal bestätigte, startete am Flughafen Stuttgart eine Antonov-AN 22 mit der Pumpe an Bord.

In Japan ankommen soll die Pumpe aus Deutschland am Freitag. Wann die Betreiberfirma Tepco das Gerät in Fukushima zum Einsatz bringe, sei dann ihre Sache. Deutsche Mitarbeiter von Putzmeister werden die Tepco-Mitarbeiter in die Funktionsweise des Geräts einweisen, sie werden aber nicht am AKW zum Einsatz kommen.

Seit vergangenem Dienstag fördert bereits eine 58-Meter-Pumpe des Herstellers Wasser zur Kühlung in Fukushima. Vor wenigen Tagen orderte Tepco vier weitere der Spezialmaschinen. Zwei von ihnen haben bei einer Höhe von 62 Metern sechs Arme, darunter jene, die jetzt versandt wurde, die beiden anderen bei einer Höhe von 70 Metern fünf Arme. Die 70-Meter-Pumpen werden von Baustellen in den USA abgezogen. Die noch austehenden drei Pumpen sollten ebenfalls in den kommenden Tagen nach Japan geliefert werden.

Der Vorsitzende der Betreiberfirma Tepco, Tsunehisa Katsumata, hatte am Mittwoch gesagt, dass die weitgehend zerstörten Reaktoren 1 bis 4 der Anlage in Fukushima 1 verschrottet würden. Er deutete jedoch an, dass die Reaktoren 5 und 6, deren Lage als stabil gilt, später weiter betrieben werden.

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