Rücktritt gefordert


In der CDU mehren sich die Stimmen, die einen Rücktritt des angeschlagenen Bundespräsidenten Christian Wulff fordern.

Während sich das Staatsoberhaupt und die Regierung beim traditionellen Neujahrsempfang im Schloss Bellevue am Donnerstag um ein geschlossenes Auftreten bemühten, forderte etwa der Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann in der Causa Wulff ein Ende mit Schrecken. Ein Schrecken ohne Ende, müsse vermieden werden.

English: President of Germany Christian Wulff ...

Image via Wikipedia

Mehrere große Zeitungen erteilten derweil Wulffs die Erlaubnis, alle Anfragen und Rechercheergebnisse über den Bundespräsidenten zu veröffentlichen.

Zuvor war zunehmend Kritik laut geworden, Wulff komme der versprochenen Veröffentlichung der Antworten auf die von Medien eingereichten Fragen nicht ausreichend nach.

Aus Protest sagten daher sowohl die Anti-Korruptionsorganisation Transparency International als auch der Deutsche Journalisten-Verband ihre Teilnahme am Empfang ab.

Wellmann begründete seine Rücktrittsforderung damit, dass die Angelegenheit in einem halben oder in einem Jahr wohl nicht vergessen sein werde. Vom Bundespräsidenten werde erwartet, dass er große Reden halte, Orientierung gebe, etwas zu Europa sage. “Immer wird im Hintergrund mitschwingen, dass da doch mal was war.” Er fürchte auch, dass noch weitere Dinge ans Tageslicht kommen. Sein CDU-Kollege Hans-Georg von der Marwitz forderte im “Tagesspiegel” laut Vorabbericht: “Aufgrund der unwürdigen Diskussion der vergangenen Wochen müssen Konsequenzen gezogen werden.”

Der Alterspräsident des Bundestages, Heinz Riesenhuber, sagte der “Welt”, Wulff habe sich in Dinge verheddert, die “sehr unerfreulich und grenzwertig” schienen. “Es ist ganz schwierig, sich jetzt noch vorzustellen, wie Wulff den Glanz verbreiten will, den ich mir von ihm erhofft hatte”, sagte der frühere Forschungsminister.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder sah sich dagegen genötigt, Wulff den Rücken zu stärken. Wie die Bundeskanzlerin vertraue die Fraktion dem Bundespräsidenten, sagte er der Zeitung “Die Welt” von Freitag.

Quelle: reuters.com

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