Kim Schmitz im Panikraum


Die Festnahme des Megaupload-Gründers Kim Dotcom alias Kim Schmitz war das Ergebnis einer minutiös geplanten Polizeiaktion.

Wie die neuseeländische Polizei am Freitag mitteilte, wurden insgesamt zehn Häuser in Auckland auf der Nordinsel Neuseelands durchsucht, darunter das streng gesicherte Haus von Schmitz namens „Villa Dotcom“.

Der Internet-Unternehmer habe beim Auftauchen der Polizei versucht, sich in einen speziell gesicherten Raum (Panikraum) im Inneren seines Hauses zu verstecken. so der leitende Polizeibeamte Grant Wormald. Er habe zunächst „eine Reihe elektronischer Schließsysteme betätigt“.

Als die Polizei diese „neutralisierte“, versuchte er sich in dem Raum zu „verbarrikadieren“.

Die Polizisten hätten sich ihren Weg freischneiden müssen.

„Im Raum fanden sie Mr. Dotcom in der Nähe einer Waffe, die aussah wie eine abgesägte Flinte. Das war ganz bestimmt nicht so einfach, als nur an die Haustür zu klopfen.“

Neben dem 37-Jährigen Schmitz nahm die Polizei im neuseeländischen Auckland auch den deutschen Marketing-Chef Finn Batato (38), den deutschen Technikchef und Co-Gründer Mathias Ortmann (40) sowie den 29-jährigen Niederländer Bram van der Kolk in Gewahrsam.

Die Beamten beschlagnahmten mehrere Luxus-Autos im Wert von umgerechnet 3,7 Millionen Euro. Zudem fror die Polizei mehrere neuseeländische Konten von Schmitz ein, auf denen insgesamt umgerechnet 6,8 Millionen Euro liegen.

Die US-Behörden hatten im Kampf gegen die Internetpiraterie Megaupload, einen der weltgrößten Online-Speicherdienste, dichtgemacht und den deutschen Gründer Schmitz festnehmen lassen. Das US-Justizministerium erklärte, Schmitz habe sich mit dem Portal der organisierten Kriminalität schuldig gemacht.

Bei Megaupload.com konnten Nutzer Dateien, die beispielsweise zu groß für eine E-Mail sind, auf einen Server des Anbieters hochladen, wo sie von anderen Nutzern wieder heruntergeladen werden können. Verwendung findet der Dienst unter anderem beim Austausch von Filmen sowie von Musik.

Schmitz und drei andere festgenommene Männer wurden unterdessen einem Haftrichter in Auckland vorgeführt. Eine Freilassung auf Kaution lehnte der Richter ab. Die Festgenommenen sollen am Montag erneut vor dem Richter erscheinen. Die USA wollen, dass sie ausgeliefert werden.

Als Reaktion auf das Vorgehen der US-Justiz legten Hacker der Gruppe Anonymus am Donnerstagabend die Website des Ministeriums sowie des FBI vorübergehend lahm. Auch die Organisation der amerikanischen Filmproduzenten und -verleiher meldete einen Hackerangriff auf ihre Internetseite.

Quelle: Reuters.com

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BlackHole

Als Realtime Blackhole List (RBL) oder DNS-based Blackhole List (DNSBL) werden in Echtzeit (realtime) abfragbare Schwarze Listen bezeichnet, die verwendet werden, um E-Mail zweifelhafter Herkunft als Spam zu klassifizieren. Die erste einer breiteren Fach-Öffentlichkeit bekannt gewordene RBL war das MAPS von Paul Vixie.[1] RBL ist ein eingetragenes Markenzeichen von Trend Micro.

3 thoughts on “Kim Schmitz im Panikraum”

  1. Lächerlich, nicht Herr Schmitz ist ein Verbrecher der nur den Webspace zur Verfügung gestellt hat sondern die User. Herr Schmitz sollte für den Image schaden die US Regierung auf Schadensersatz verklagen, die haben mit dieser Aktion seine Firma Roiniert, würd sagen das er die USA und speziell das FBI auf rund 1Mrd verklagen sollte.

    1. @Bob
      Schmitz hat sehr genau gewusst was er tut und mit wem er sich anlegt. Es war im letzten Jahr bereits absehbar, dass die USA nicht zögern werden wenn es darum geht, die eigene Industrie zu schützen. Mehrere im letzten Jahr abgeschaltete Webseiten hätten für Schmitz Grund genug sein müssen, sein Angebot einzustellen… Häuser,Geld und Autos würden ihm heute noch gehören und kein Polizist dieser Welt hätte Interesse an Schmitz gehabt.

      Pech haben jetzt die User, die tatsächlich nur eigenes Material bei Megaupload hochgeladen hatten und dies mit anderen Usern teilten… die verlieren ihre Daten entweder komplett oder werden warten müssen wie das FBI reagiert und ob die wenigstens den rechtmäßigen Teil der Datensätze bei Megaupload freigeben.

      Schmitz konnte den Hals nicht voll genug bekommen und seine sprichwörtliche Gier, die ist ihm nun zum Verhängnis geworden…

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