Nur ein Vorschlag ?

Wenn dieser Vorschlag umgesetzt wird können wir das Internet vergessen, für immer. Die GEMA hat mit einem neuen Vorschlag für Aufregung gesorgt. In einem Interview mit dem Onlineportal Golem forderte die GEMA-Sprecherin Ursula Goebel, dass das Einbetten von Youtube-Videos kostenpflichtig werden sollte. Die einfache Verlinkung von Online-Videos sei “keine relevante Nutzungshandlung”. “Embedded Content, bei dem für Nutzer nicht klar ist, dass die Datei von einer anderen Seite stammt, sollte hingegen lizensiert werden”, sagte Goebel.
Die Gema-Sprecherin schloss sich damit einer Forderung der österreichischen Verwertungsgesellschaft AKM gegenüber der EU an. Diese hatte in einer öffentlichen Anhörung der EU-Kommission zum Urherberrecht die Ansicht geäußert, dass bestimmte Links zu urheberrechtlich geschützten Werken lizenzpflichtig sein sollten.

Bisher ist die urheberrechtliche Bedeutung von eingebetteten Videos durch das EU-Recht nicht geregelt. Nun wird erwartet, dass der Europäische Gerichtshof in dieser Frage eine Entscheidung trifft. Bis dahin will die GEMA mit weiteren öffentlichen Äußerungen zu dem Thema abwarten, wie sie auf ihrer Webseite mitteilte.

Laßt die Verlage sterben

 

Blogger, Verbände, Vereine, Anwaltskanzleien und sonstige ehrenamtliche, private oder gewerbliche Nutzer sollen auch künftig nicht zur Kasse gebeten werden, wenn sie auf ihren Homepages und in Blogs journalistische Texte benutzen, sie zitieren oder auf sie verweisen.

Nach dem geänderten Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht, das am heutigen Mittwoch dem Bundeskabinett vorliegt, sollen Lizenzgebühren vorerst “die Anbieter von Suchmaschinen” zahlen sowie die Anbieter von Diensten im Netz, “die Inhalte entsprechend einer Suchmaschine aufbereiten”.

Zitat von Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) “Es ist schlicht ein Gebot der Gerechtigkeit, dass ein Verleger, mit dessen Inhalten Suchmaschinenbetreiber Geld verdienen, davon etwas bekommt.”

Hintergrund ist, dass Konzerne wie der Springer-Verlag immer noch der irrigen Meinung sind, Suchmaschinen wie Google und Co. würden an der Auflistung von Presseartikeln Geld verdienen und müssten demzufolge diejenigen finanziell beteiligen, die solche Inhalte produzieren.

Zitat von Kay Oberbeck zum Leistungsschutzrecht: Google sorgt mit seinem Dienst AdSense für Werbung auf Verlagsseiten und schüttete im Jahr 2011 über sieben Milliarden US-Dollar an diese Partner aus. Es ist absurd, dass nun ausgerechnet Suchmaschinen Adressaten des Gesetzes sein sollen. Solch ein Gesetz schützt niemanden und schadet allen – Nutzern, Verlagen, Suchmaschinen und der deutschen Wirtschaft. [1]

Den überwältigenden Teil seines Geschäfts
realisiert Google ohne die Nutzung von Inhalten der Presseverleger.

92,5 Prozent der Google-Suchergebnisse gehören nicht zu einem Nachrichtenverlag. 8,3 Prozent der Treffer auf der ersten Google-Ergebnisseite gehören zu deutschen Nachrichtenangeboten. Jeder siebente Nachrichtenverlag bucht demnach selbst bezahlte Anzeigen über Google Adwords. [2]

Quelle [1] https://plus.google.com/u/0/112160401912410742862/posts/99b8M5xksvc

Quelle [2] http://www.trg.de/fileadmin/user_upload/Presse/Veroeffentlichungen/TRG_Presseverleger_und_Google__Zahlen_zum_Leistungsschutzrecht_201208.pdf

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Seebestattung

Vor Weihnachten noch eine interessante Story. Über 200 Jahre nach dem Tod von Charles Byrne, streiten Wissenschaftler in Großbritannien noch immer über eine Seebestattung des sogenannten “Irischen Riesen”.

Der gut 2,30 Meter große Charles Byrne, der 1783 im Alter von 22 Jahren gestorben war, hat schon zu Lebzeiten gefürchtet, als Ausstellungsstück der Anatomie zu enden.

Charles Byrne, (* 1761 in Littlebridge bei Derry in Irland; † 1783 in London) war ein großwüchsiger Mensch, der sich unter dem Namen Charles O’Brien in London zur Schau stellte. Er wurde bekannt als „Der Irische Riese“.

Im Jahre 1782, mit 21 Jahren, kam Byrne nach London. Zweieinhalb Meter groß, machte er dort Furore. Er trat in Cox’s Museum auf, das im 18. Jahrhundert eine ähnliche Berühmtheit hatte wie später P. T. Barnums American Museum. Direkt in der Nachbarschaft bezog er ein elegantes Apartment. Allerdings dauerte seine Show-Karriere nicht lange, denn er starb bereits ein Jahr später, angeblich aufgrund des übermäßigen Genusses von Alkohol.

Die Anatomen wünschten so vehement, in den Besitz des Leichnams zu gelangen, dass die Londoner Zeitungen Karikaturen darüber veröffentlichten. Obwohl Byrne bestimmt hatte, seinen Leib nach seinem Tode auf gar keinen Fall den Anatomen zu überlassen – er hatte sich eine Seebestattung gewünscht[1] –, gelangte sein Skelett ins Royal College of Surgeons in London, wo es sich heute befindet.

Quelle: faz.net

Quelle: Wikipedia

Hilflos,planlos…BP

Der Energiekonzern BP startet nun einen weiteren Versuch, die sprudelnde Ölquelle im Golf von Mexiko zu verschliessen. Mit einer Art Schlammkanone will man die Quelle verstopfen um sie dann schließlich mit Zement ganz zu versiegeln.

Oil washes ashore at Grand Isle Louisiana from the sunken BP Deepwater Horizon oil rig

Eine Entscheidung über den Einsatz der “Top Kill” genannten Methode werde im Laufe des Tages getroffen, sagte BP-Chef Tony Hayward. Eine alternative Methode wäre das Bohren eines zweiten Bohrlochs, um den Druck zu verringern.

Kein Geld mehr.? Tja…Pech gehabt…

Commerzbank AG
Image via Wikipedia

Gestern hatte ich bereits darüber berichtet, dass ab dem o1.01.2010 Kunden der Postbank und der Commerzbank aus unerfindlichen Gründen an Geldautomaten ihrer Banken kein Geld mehr bekommen haben.    Obwohl die Konten über ausreichend Deckung verfügen, wurde und wird teilweise auch weiterhin, den Kunden eine Geldauszahlung verweigert.   Die Kunden werden stattdessen mit Fehlermeldungen beglückt oder mit einem lakonischen “Vielen Dank”… jedoch ohne Geld zu bekommen, im Regen stehen gelassen.

Anfragen bei den Banken blieben -da Wochenende- unbeantwortet.  Gestern Nachmittag sahen sich die betroffenen Banken dann genötigt, ein Statement über Presse, TV und Rundfunk zu verbreiten.  Dieses viel auch demenstprechend lau aus und enthielt altbekannte, vorformulierte Satzbausteine. Laut dieser Pressemitteilung wären nämlich nicht alle Karten betroffen, sondern nur die, die einen goldenen Chip hätten. Die auf diesem Chip befindliche Software hätte demnach ein Problem mit der Umstellung auf das Jahr 2010 gehabt… bzw. das Problem wäre für deutsche Bankkunden am nächsten Tag behoben, nur Kunden die sich derzeit im Ausland aufhielten müssten etwas länger warten.

Auf die Frage, wieviel EC Karten von diesem Ausfall betroffen seien, antwortete man sinngemäß mit “einige Tausend Karten”.

Heute nun wurde bekannt, dass dieser Ausfall -wie von vielen bereits vermutet- eben doch kein kleineres Problem einzelner Banken gewesen ist, sondern dass fast sämtliche deutschen Banken und Sparkassen ihre eignen Karten nicht mehr akzeptierten/akzeptieren.   Der Deutsche Spakassen-und Giroverband mußte heute kleinlaut eingestehen, dass allein bei Sparkassen und Landesbanken rund 20 Millionen EC-Karten und rund 3,5 Millionen Kreditkarten nicht mehr oder nur stark eingeschränkt nutzbar sind.  Die Deutschen Bank, die Commerzbank und viele andere deutsche Geldhäuser meldeten bislang 2,5 Millionen Karten – überwiegend EC-Karten – als betroffen bzw. gänzlich unbrauchbar. Bei den Genossenschaftsbanken sind es weitere vier Millionen. Hierbei handelt es sich dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken zufolge ausschließlich um EC-Karten.

Zusatz von Blackhole:

Bislang gab es keine Entwarnung, stattdessen wurde darauf hingewiesen, dass man seine Kontoauszüge auf Mehrfachabbuchungen hin überprüfen sollte. Offensichtlich haben die Automaten bzw. die Karten doch richtig funktioniert und bei sehr vielen Kunden den gewünschten Betrag nur nicht ausgezahlt… dafür aber den eingegebenen Betrag abgebucht bzw. mehrfach abgebucht wenn die Eingabe wiederholt wurde.

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Wir nehmen dafür Geld…

Eine ganz glorreiche Idee hat man jetzt bei Pro7 / Sat1… der “Konzern” -genauer , der Vorstand- hat sich jetzt nämlich überlegt, ob und wie man für das hauseigene “Qualitaetsprogramm” Geld vom Fernsehgucker kassieren kann.
Im ersten Moment dachte ich ja, das ist ein Witz… aber nein, die meinen das völlig ernst.
Pro7 / Sat 1 will tatsächlich in Zukunft verschlüsselt übertragen, solch qualitativ hochwertigen Sendungen wie “TV Total” oder “Zwei bei Kallwass” -um mal nur zwei Beispiele zu nennen- soll man dann nur noch gegen Cash zu sehen bekommen.

„Die Richtung ist für uns klar: Wir müssen vom Werbemarkt unabhängiger werden“

wird der Vorstandsvorsitzende Thomas Ebeling im “Handelsblatt” zitiert.
Und weiter heißt es dort:

“Allerdings brauche der Wandel Zeit und sei nur in vielen kleinen Schritten zu schaffen.”

Aha, man will also von der Haupteinnahmequelle (Werbung) weg und stattdessen dem Bürger an den Kragen, besser… an den Geldbeutel. Die Erklärung, warum das so sein soll, die liefert der Herr Ebeling gleich mit:

„Für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns ist es enorm wichtig, dass wir Beziehungen zu den Endkunden aufbauen, etwa über Pay-TV, Video-on-Demand oder andere Geschäftsmodelle“,

Eine Klasse Idee und auch so völlig neu, so innovativ eben… das hat so noch niemand in Deutschland probiert. Pech nur, dass der Fernsehzuschauer -der in Neusprech nur noch als Endkunde bezeichnet wird- dieses Spiel unter Garantie nicht mitspielen wird.
Der Fernsehzuschauer will nämlich gar keine Beziehung irgendwelcher Art… der Fernsehzuschauer will Qualitaet und die, die findet er bei Pro7 / Sat 1 auch in Zukunft mit Sicherheit nicht.

Quelle der Übelkeit:

AUS für Quelle Deutschland

Nicht das mich Quelle sonderlich interessieren würde aber am Beispiel Quelle sieht man sehr schön was passiert… wenn Manager und Unternehmensleitung gemeinsam eine Entwicklung komplett ignorieren/verschlafen.   Man kann dann noch so jammern und “die Guten alten Zeiten” bejubeln und beklatschen, im Zeitalter des Internet, reicht ein Katalog prall gefüllt mit Waschmaschinen in den Farben Weiß,Weiß und Weiß… bzw. TV-Verkaufssendern in denen Mode der Marke Asbach-Uralt angeboten wird, einfach nicht mehr aus.

Nach 82 Jahren ist das Aus für den Versandhändler Quelle beschlossen.

Der Verkauf der Versandhandelsgruppe Primondo als Ganzes sei gescheitert, erklärte der Insolvenzverwalter des Mutterkonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, am Abend. Keiner der vier Interessenten habe bis zum Montag ein Angebot abgegeben. Niemand wolle das defizitäre Deutschland-Geschäft übernehmen. “Nach intensiven Verhandlungen mit einer Vielzahl von Investoren sehen Insolvenzverwalter wie Gläubigerausschuss jetzt keine Alternative zur Abwicklung von Quelle Deutschland mehr”, teilte Görg mit.

Görgs Sprecher sagte, die Schließung werde noch einmal 1500 Arbeitsplätze bei Quelle kosten. Wie viele indirekt – also im Versandzentrum oder in anderen übergreifenden Funktionen bei Primondo – betroffen seien, werde noch ermittelt. Für 2500 der 10.500 Beschäftigten war bereits ein Sozialplan ausgehandelt worden, 600 hatten nach Angaben Görgs freiwillig gekündigt. Er will die Belegschaft am Dienstagnachmittag in Fürth über das Aus informieren.

Die übrigen Teile von Primondo werden nun in Einzelteilen verkauft. Dazu gehören das Auslandsgeschäft von Quelle in der Schweiz, Österreich und Osteuropa, mehrere Spezialversender (“Peter Hahn“, “Baby Walz”) und der Einkaufssender HSE24.

Quellenangabe: Reuters

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