Wurde auch Zeit

Kabel Deutschland schluckt den Konkurrenten Tele Columbus und baut damit seine Position auf dem Kabelmarkt aus.

Gut 600 Millionen Euro legt der Marktführer dafür auf den Tisch. Mit der Übernahme des viertgrößten Anbieters weitet Kabel Deutschland seinen Kundenstamm auf knapp zehn Millionen aus und macht der Deutschen Telekom künftig bei schnellen Internetanschlüssen noch mehr Konkurrenz. Einen Strich durch die Rechnung könnte dem Münchner Konzern aber noch das Kartellamt machen. Die Bonner Behörde beäugt Übernahmen in der Branche traditionell skeptisch.

Die Bayern zahlen für Tele Columbus 618 Millionen Euro an die bisherigen Eigentümer, ein Konsortium von Fonds und Banken. “Das Geld wird größtenteils dazu verwendet, die bestehenden Tele Columbus Schulden abzubauen”, sagte Kabel-Deutschland-Finanzchef Andreas Siemen am Montag. Nach Aussagen einer mit der Sache vertrauten Person bleibt von dem Kaufpreis nach Abzug der Finanzverbindlichkeiten von rund 600 Millionen Euro nur ein Betrag im einstelligen Millionen Euro-Bereich übrig. Bei einem Jahresumsatz von 218 Millionen Euro erwirtschaftete Tele Columbus zuletzt einen Betriebsgewinn (Ebitda) von 81 Millionen Euro.

Quelle: http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE84K02D20120521

Wer bezahlt die Enteigneten?

Wenn sich Niki Stein auch nur im Ansatz mit den Piraten bzw. deren Vorstellungen von einem modernen Urheberrecht befasst hätte, hätte Niki Stein sehr schnell bemerkt, dass gerade Niki Stein von einem modernen Urheberrecht provitieren würde…

Niki Stein dekonstruiert die krause Logik, welche die Piraten – so bei ihrem Parteitag am Wochenende – in einer Suppe aus Bürokraten-Sprech und postmarxistischem Geschwurbel auftischen. O-Ton: „Die fundamentale Chance des digitalen Zeitalters ist die Möglichkeit, Information ohne Kosten beliebig zu reproduzieren und zur Verfügung zu stellen. Die tradierten Wege, die Produzenten … in Abhängigkeit von der Zahl der Kopien ihrer Arbeit zu entlohnen, sind dadurch ad absurdum geführt.“

Tja, auch der verdutzte Autor  hätte sich mit der Materie nur eingehender befassen müssen. Man kommt derzeit zwar leicht in die Presse wenn man nur laut genug gegen die Piraten wettert… aber es schadet am Ende der eigenen Person wenn man Phrasen drischt und blind vor Wut Rundumschläge verteilt.

Unser verdutzter Autor sagt’s auf Deutsch: Er hat zwar viel Zeit und Gehirnschmalz investiert, aber weil man seine Filme endlos kopieren kann, dürfe er dafür nicht mehr entlohnt werden. Was offen herumliegt, gehört allen – wie im Kaufhaus oder auf dem Erdbeerfeld. Allein der Versuch, das Eigentum anderer zu schützen, etwa durch Ladendetektive und Kameras, erzwinge den Polizeistaat.

Geht es nach dem Willen der Piraten, sollen die Urheber -und nur die- bessergestellt werden. Das Urheberrecht soll so angepasst werden, dass es modernen Ansprüchen genügt und das kann ja für alle nur von Vorteil sein.
Gastkommentar: Wer bezahlt die Enteigneten? – Kommentare – Meinung – Handelsblatt.

Vierter deutscher IPv6-Kongress beginnt in 10 Tagen

Was als Insider-Treffen von IPv6-Experten der ersten Stunde begann, hat sich zu Europas größter Veranstaltung zum neuen Internet-Protokoll entwickelt: der deutsche IPv6-Kongress, seit 2009 gemeinsam veranstaltet von DE-CIX, heise Netze und iX.

heise online | Vierter deutscher IPv6-Kongress beginnt in 10 Tagen.

Kein Zwang zu Klarnamen

Bundestagspräsident Norbert Lammert, offensichtlich noch immer beeindruckt von den Kommentaren zu Christian Wulff, hat sich zu Wort gemeldet und sich bitter über die Diskussionskultur in div. Foren und Webseiten beklagt. Unter anderem sagte er dabei folgendes:

“Wir beobachten im Internet an vielen Stellen eine Art der Auseinandersetzung, die in Aggressivität, Wortwahl und Tonlage die Grenzen überschreitet”

“In den allermeisten Fällen würden sich dieselben Personen zum gleichen Sachverhalt unter Offenlegung ihrer Identität zu bestimmten Aussagen ganz sicher nicht versteigen”

Die o.g. Aussage mag, oberflächlich betrachtet, sogar stimmen. Im Internet hat die Diskussionskultur in den letzten Jahren merklich gelitten, es gibt kaum noch gute Diskussionsforen die “von Hand” moderiert werden bzw. in denen auf Einhaltung der Netiquette geachtet wird.

Mit dem Start von Facebook und Co. hat sich die Situation sogar noch verschlimmert, daraus nun allerdings den Schluß zu ziehen, dass sich dies ändern wird wenn die Anonymitaet im Internet aufgehoben wird, ist schon nicht mehr blauäugig sondern dumm und gefährlich obendrein. Facebook hat die Pflicht zum Klarnamen aufgehoben, Google+ verzichtet ebenfalls auf eine Pflicht zum Klarnamen denn:

“Klarnamenzwang ist Machtmissbrauch”, heißt ein lesenswerter und viel beachteter Blogeintrag von Danah Boyd. Als Wissenschaftlerin forscht sie für Microsoft und das Berkman Center for Internet & Society an der Harvard University zur Entwicklung des Internet. Boyd schreibt, dass die meisten Menschen online Pseudonyme benutzen, weil sie keine andere Wahl haben. Weil ihnen die Macht fehlt, sich anders vor den möglichen Konsequenzen ihres Online-Seins zu schützen. [1]

  • Frauen, die Opfer einer Vergewaltigung wurden oder auf der Flucht sind vor gewalttätigen Ex-Partnern
  • Personen, die von Stalkern verfolgt werden
  • Homosexuelle, deren Outing sie selbst und ihre Familien in Gefahr oder zumindest gesellschaftliche Nachteile bringen würde.
  • Opfer von Mobbing in der Schule und am Arbeitsplatz
  • Behinderte und Angehörige ethnischer Gruppen, die diskriminiert werden.

Quelle zu [1] Stern.de

Früher nannte man sie Trolle

Wer kennt Ansgar Heveling ? Nun, bis heute kannte ich diesen Typen überhaupt nicht…wußte gar nicht das es ihn gibt… und so wie mir ging es vielen Menschen in diesem Land… bis heute.!

Ansgar Heveling muß soetwas wie die Geheimwaffe der CDU in deren Kampf gegen das Böse, also das Internet, sein… denn Ansgar Heveling sagt dem Internet jetzt den Kampf an… ganz offen und mit markigen Sätzen.

Die aktuellen Diskussionen über die US-amerikanischen Gesetzgebungspläne „Sopa“ und „Pipa“ zur Regulierung des Internets verfügen über alle Elemente, um – endlich? – den lang erwarteten und von einigen vielleicht ersehnten „Clash of Civilizations“ zu provozieren. Es ist der Kampf zwischen der schönen neuen digitalen Welt und dem realen Leben. Während die „digital natives“ den realen Menschen zum Dinosaurier erklären, vergessen sie dabei, dass es sich bei dieser Lebensform um die große Mehrheit der Menschen handelt. Auf Mehrheitsverhältnisse haben Revolutionen indessen nie wirklich Rücksicht genommen.

Die mediale Schlachtordnung der letzten Tage erweckt den Eindruck, wir seien im dritten Teil von „Der Herr der digitalen Ringe“ angekommen, und der Endkampf um Mittelerde stehe bevor. Das ist die Gelegenheit, schon jetzt einen vorgezogenen Nachruf auf die Helden von Bits und Bytes, die Kämpfer für 0 und 1 zu formulieren. Denn, liebe „Netzgemeinde“: Ihr werdet den Kampf verlieren. Und das ist nicht die Offenbarung eines einsamen Apokalyptikers, es ist die Perspektive eines geschichtsbewussten Politikers. Auch die digitale Revolution wird ihre Kinder entlassen. Und das Web 2.0 wird bald Geschichte sein. Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird.

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Erster Filehoster gibt auf

Die Abschaltung der Tauschbörse Megaupload sorgt für Verunsicherung in der Branche. Rivale FileSonic nahm am Montag vorsorglich einen Großteil seines Angebots vom Netz. Demnach können Nutzer zwar noch Musik- und Film-Dateien speichern, aber diese nur noch selbst abrufen und anderen nicht mehr zur Verfügung stellen.

Der deutsche Megaupload-Gründer Kim Schmitz alias Kim Dotcom beteuerte unterdessen erneut vor einem Gericht in Neuseeland seine Unschuld. Er habe keine Internet-Piraterie oder Geldwäsche unternommen. Wegen des komplexen Falls wollte Richter David McNaughton nicht sofort über den Freilassungs-Antrag gegen Kaution des 38-Jährigen urteilen. Spätestens am Mittwoch werde er seine Entscheidung kundtun. Die Stilllegung eines der weltgrößten Umschlagplätze für Raubkopien von Filmen, Serien und Musik befeuerte jüngst den Streit über zwei geplante US-Gesetze zum Kampf gegen Internet-Piraterie.

Schmitz soll mit Megaupload die Film- und Musikstudios um eine halbe Milliarde Dollar Einnahmen gebracht haben. Laut Anklageschrift soll der erst vor wenigen Jahren ins Netz gestellte Dienst mit der Verbreitung von geschützten Filmen, Musiktiteln und Softwareangeboten über 175 Millionen Dollar eingenommen haben. Den Beschuldigten werden unter anderem Verstöße gegen Gesetze zum Schutz von Urheberrechten, Geldwäsche und organisiertes Verbrechen vorgeworfen.

Quelle: reuters.com