Verschleppt und gefoltert

Die amerikanische Stiftung “The Open Society Justice Initiative”  zählt in einem bericht 54 Länder auf, die der CIA bei der Verschleppung von mutmaßlichen Terroristen in Geheimgefängnisse geholfen haben.

Die Regierung des damaligen US-Präsidenten George W. Bush hatte nach dem 11. September mit Hilfe des CIA ein weltweites System aufgebaut, um mutmaßliche Anhänger des Terrornetzwerks al-Qaida zu verhören (water boarding).  Die Verdächtigen wurden verschleppt und ohne richterlichen Beschluss in Geheimgefängnissen außerhalb der USA festgehalten.

Europäische Staaten wie etwa Österreich, Italien, Großbritannien und Tschechien haben nach Angaben der Open Society Foundation entweder solche geheimen Gefängnisse auf ihrem Gebiet geduldet oder den Transport von Gefangenen in solche Gefängnisse unterstützt.

Als weitere europäische Länder nannte die Organisation unter anderem Dänemark, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien und Schweden. Auf der Liste stehen außerdem zahlreiche Länder im Nahen Osten, Asien und Afrika.

Auch Deutschland erlaubte demnach der CIA die Nutzung seines Luftraums für den Transport von Terrorverdächtigen. Außerdem schreibt der Bericht der damaligen rot-grünen Bundesregierung eine Mitverantwortung bei den Verschleppungen des Deutsch-Libanesen Khaled El-Masri, des Deutsch-Syrers Mohammad Haydar Zammar und des Bremer Türken Murat Kurnaz zu.

Der Bericht ist hier zu finden:    http://www.opensocietyfoundations.org/reports/globalizing-torture-cia-secret-detention-and-extraordinary-rendition

 

Stress macht krank…

Ecuador hat sich besorgt über den Gesundheitszustand von WikiLeaks-Gründer Julian Assange geäußert.

Svenska: Julian Assange och Anna Troberg skaka...

Svenska: Julian Assange och Anna Troberg skakar hand (Photo credit: Wikipedia)

Assange, der sich aus Angst vor einer Auslieferung an Schweden in die Vertretung Ecuadors in London geflüchtet hat, habe merklich abgenommen, sagte Vize-Außenminister Marco Albuja Martinez.

“Wir sind sehr in Sorge über seinen Gesundheitszustand”,

wurde der Politiker im russischen Hörfunk zitiert. Die ecuadorianische Botschaft in Moskau bestätigte die Äußerungen. Ecuador habe Großbritannien gebeten, Assange notfalls freies Geleit in ein Krankenhaus zu gewähren und anschließend seine Rückkehr in die Botschaft zu gestatten. Das britische Außenministerium äußerte sich dazu noch nicht.

Assange, dem im Schweden immer noch sexuelle Nötigung und Vergewaltigung vorgeworfen werden, befürchtet, über das skandinavische Land an die USA ausgeliefert zu werden. 

Beweislage kippt

Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño schlägt vor, Julian Assange unter diplomatischem Schutz nach Stockholm ausreisen zu lassen.

Dort könnte er dann  in der ecuadorianischen Botschaft von der schwedischen Justiz erneut zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen befragt werden.

Julian Assange droht in England immer noch die Verhaftung durch britische Behörden, sollte er die ecuadorianische Botschaft in London verlassen. Julian Assange war am 19. Juni 2012 in die Botschaft Ecuadors gegangen. Am 16. August 2012 gewährte ihm Ecuador politisches Asyl und stellte ihn unter diplomatischen Schutz.

Schwedische Medien berichten inzwischen, dass zwei unabhängige Gutachter auf einem Kondom keine DNA-Spuren des 41-jährigen Australiers festgestellt haben.  Das als Beweismittel sichergestellte Kondom wurde im Zuge von Ermittlungen untersucht. Der Polizeibericht mit den Ergebnissen liegt inzwischen auch Assanges Verteidigern vor, berichtet u.a. auch die englische  Daily Mail.

A torn condom given to Swedish police by one of the alleged  victims was examined by staff at two forensic laboratories but they could not find any conclusive evidence of Mr Assange’s DNA on it.

Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2203920/Condom-used-evidence-Assange-sex-case-does-contain-DNA.html#ixzz27IlFF2zM

Julian Assange bestreitet die Vorwürfe und wirft den schwedischen Behörden vor, die Ermittlungen als Vorwand zu nutzen um ihn in Schweden zu verhaften und letztlich an die USA auszuliefern.

Assange Interview

Julian Assange geht davon aus, dass er die Botschaft Ecuadors in London, in sechs bis zwölf Monaten verlassen kann.

Julian Assange
In einem Interview mit dem lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur vom 30.August 2012, sprach Assange über seine derzeitige Situation, sein Leben in der Botschaft, über die ihn täglich begleitenden/bewachenden Polizisten etc.! 

¿Usted cree que esta entrevista está siendo escuchada o espiada por la policía de Londres que está rodeando la Embajada?

J.A. Hace unos días se conoció que el SS10, el grupo de operaciones codificado, participó en el trabajo policial, y también el comando antiterrorismo. Una historia interesante fue la del fotógrafo de la Asociación de Prensa que usando su lente de acercamiento, enfocó una hoja de papel en la que se podían ver los detalles de las operaciones desplegadas en los alrededores. Entonces asumimos que sí.

Julian Assange hofft, dass sich seine Situation möglichst schnell diplomatisch oder durch ein unvorhergesehenes Ereignis in der Welt lösen lässt. Als Beispiele dafür nannte er einen möglichen Krieg gegen den Iran oder einen Verzicht der schwedischen Regierung auf die immer noch im Raum stehende Anhörung in Schweden.

Das Interview gibt es hier: telesur

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Julian Assange

Nur zur Erinnerung und weil die Medien in dieser Sache weiterhin stur die Tatsachen ausblenden, auf den Bildern sieht man Julian Assange mit dem angeblichen Vergewaltigungsopfer Anna A. (Gesicht verpixelt)  an seiner Seite, 48 Stunden nach der angeblichen Tat…

Das Bild entstand beim Abendessen im Glenfiddich Restaurant in Stockholm am 15. August 2010.