Schavan-Plagiat

Schavans Rücktritt wird eingeleitet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bildungsministerin Annette Schavan auch nach der Aberkennung des Doktortitels Rückendeckung gegeben.

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Die Kanzlerin habe “volles Vertrauen” in Schavan, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Sie stehe mit ihr “in gutem Kontakt” und schätze “ihre Leistung als Ministerin außerordentlich”. Die Bundesregierung verstehe, dass Schavan gegen die Entscheidung der Universität Düsseldorf zum Entzug des Doktortitels ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen wolle. Damit beginne ein geordnetes rechtliches Verfahren.

Schavan werde ihre Südafrika-Reise wie geplant fortsetzen. Nach der für Freitagabend geplanten Rückkehr bestehe die Möglichkeit, in Ruhe miteinander zu reden. “Sicher wird die Ministerin dann auch erneut und ausführlicher Stellung nehmen, als das aus dem Ausland möglich und angebracht ist”, kündigte Seibert an.

Quelle: http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE91504K20130206

Piraten im Aufwind

Die Piratenpartei ist nach ihrem Wahlerfolg im Saarland auch bundesweit im Aufwind. Im aktuellen Sonntagstrend verbessert sich die Piratenpartei im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte. So kommt die neue Partei für Freiheit und Transparenz laut Emnid-Umfrage jetzt auf neun Prozent.

Logo of the German Pirate Party Deutsch: Logo ...

Piratenpartei Deutschland (Photo credit: Wikipedia)

Mit Blick auf die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen in sechs Wochen können sich die Piraten auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Hoffnungen machen. Mit ihren derzeit fünf Prozent würden sie erstmals in das Düsseldorfer Landesparlament einziehen. Im Mai wird zudem in Schleswig-Holstein gewählt. Sollte die Partei dort ebenfalls erfolgreich sein, wäre auch ein Einzug in den Bundestag realistisch.

Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-04/piraten-partei-umfrage

Bundesparteitag der Piraten

Der Bundesparteitag der Piraten wird am 24. und 25. November im Bochumer Ruhrcongress stattfinden.

Das bestätigte der Pressesprecher der Bundes-Piraten, Christopher Lang. Die Bochumer Halle erfülle räumlich und preislich alle Erwartungen, sagte Lang. Es werden 2.500 bis 3.000 Delegierte erwartet.

Der Faulpelz klagt

Die faulste Europapolitikerin aller Zeiten, Silvana Koch-Mehrin, klagt gegen die Aberkennung ihres Doktortitels.

FDP-Mitmachzentrum

Image by Liberale via Flickr

Koch-Mehrin reichte am Mittwoch Klage gegen die Universität Heidelberg ein, die ihr den Doktortitel wegen Plagiatsvorwürfen entzogen hatte. Das teilte das Verwaltungsgericht Karlsruhe am Mittwoch mit (Az.: 7 K 3335/11).

Ob es überhaupt zu einer Verhandlung kommt, steht noch nicht fest. Die Universität Heidelberg hatte der Politikerin im Juni den Titel aberkannt, weil auf rund 80 Seiten ihrer Dissertation 120 Stellen als Plagiate zu klassifizieren seien, wie es zur Begründung hieß.

Koch-Mehrin hatte dagegen Widerspruch eingelegt und erklärt,

dass der Uni die Mängel ihrer Arbeit stets bekannt waren und die Note deshalb auch entsprechend schlecht ausgefallen sei.

Dennoch sei die Arbeit am Ende für würdig empfunden worden. Die Politikerin hatte bereits im Mai wegen der Vorwürfe ihre Posten als Vorsitzende der FDP im Europaparlament und als Parlaments-Vizepräsidentin niedergelegt.

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„Was passierte Strauss-Kahn wirklich?“

Taubmann glaubt an ein Komplott. Zwar will er nicht ausdrücklich von einer politischen Verschwörung sprechen, also niemanden direkt beschuldigen. Dass aber nach der Festnahme Strauss-Kahns in New York die junge Schriftstellerin Tristane Banon in Frankreich an die Öffentlichkeit ging und behauptete, vor zehn Jahren von ihm sexuell misshandelt worden zu sein; dass Strauss-Kahns Name kurz darauf in Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen einen illegalen Prostitutionsring und den als „Dodo der Salzhering“ bekannten Zuhälter gebracht wurde: All das hält Taubmann für keinen Zufall.

Er glaubt, hier sollte ein Mann zu Fall gebracht werden. Der Direktor des Internationalen Währungsfonds und angehende Präsidentschaftskandidat. Nichts wäre passiert, wenn er das Verhältnis mit Nafissatou Diallo nicht eingegangen wäre, sagt im Buch dazu Strauss-Kahn: „An diesem Tag habe ich Tür und Tor für alle anderen Affären geöffnet.“

Der Biograph, der zu den bedingungslosen Getreuen von Strauss-Kahn gehört, steht mit solchen Behauptungen nicht alleine da. „Was passierte Strauss-Kahn wirklich?“, fragte in der „New York Review of Books“ der Journalist Edward Jay Epstein. Auch Epstein, der in einer investigativen Recherche Beweise zusammengetragen haben will, welche nahelegen, Strauss-Kahn sei in New York abgehört worden, vermeidet es, von einer „politischen Verschwörung“ zu sprechen: „Es hat aber Leute gegeben“, sagt er, „die ihn überwachten, um herauszufinden, was er in New York machte. Sie wollten Beweise für ein schlechtes Verhalten finden, um ihn um die Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten, wenn nicht auch um seinen Posten beim IWF zu bringen.“

Quelle: faz.net