Berufungsverfahren Amanda Knox

Im Berufungsverfahren gegen die wegen des Mordes an ihrer britischen Mitbewohnerin Meredith Kercher verurteilte US-Studentin Amanda Knox haben Experten Zweifel an der Stichhaltigkeit der DNA-Proben geäußert, auf deren Grundlage Knox verurteilt wurde. Es könne nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, dass die DNA-Spuren an der Klinge der mutmaßlichen Tatwaffe tatsächlich die des Opfers waren, zitierte die italienische Nachrichtenagentur Ansa aus einem bisher unveröffentlichten Bericht.

Demnach könnten auch die DNA-Spuren von Knox’ italienischem Ex-Freund Raffaele Sollecito an dem BH-Verschluss von Kercher erst später dorthin gelangt sein. Die Experten kritisierten in der Studie, dass die internationalen Regeln für die Beweisaufnahme sowohl bei dem BH als auch bei dem Messer nicht eingehalten wurden. Die Ergebnisse der Studie sollen bei einer späteren Anhörung in dem Berufungsprozess in Perugia diskutiert werden.

Quelle: http://news.rtl.lu/news/panorama/newsmlmmd.60e68301fda6f307413a356d336ec241.821.html