Noch kein Ende der Ermittlungen

 

Zwei Jahre nach dem Loveparade-Unglück in Duisburg sieht die Staatsanwaltschaft noch kein Ende ihrer Ermittlungen.

Nach wie vor sei ein Team von Staatsanwälten mit der Aufarbeitung des Geschehens befasst, bei dem 21 Menschen ums Leben kamen, teilte die Behörde am Donnerstag mit und dementierte damit einen anderslautenden Medienbericht. Aufgrund der komplexen Sachverhalte lasse sich ein Zeitpunkt für eine abschließende Entscheidung nicht sicher vorhersagen. Außerdem sei ein international anerkannter Sachverständiger hinzugezogen worden, dessen Arbeit noch nicht abgeschlossen sei.

Die Behörde ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung gegen 17 Beschuldigte – elf Bedienstete der Stadt Duisburg, fünf Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent und den verantwortlichen Polizeiführer. Es wurden  bislang über 3000 Zeugen vernommen. Nur die Hauptakten umfassen mittlerweile rund 30.000 Blätter.

Am 24. Juli 2010 kamen bei der Massenpanik 21 Menschen ums Leben. Über 500 wurden verletzt. Stadt, Polizei und Veranstalter schieben sich seither gegenseitig die Schuld zu. Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde im Februar über einen Bürgerentscheid aus dem Amt gejagt. Seine Kritiker hatten wiederholt gefordert, die politische Verantwortung zu übernehmen.

Der CDU-Politiker weigerte sich aber zurückzutreten.

 

Duisburger-Posse

Eigentlich hatte die Stadt Duisburg den Sauerland-Gegnern wegen der angeblich ungültigen Stimmen zum Abwahlverfahren gegen den OB Akteneinsicht versprochen.

Doch als vier Vertreter der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ zum vereinbarten Termin erschienen, mussten sie unverrichteter Dinge wieder gehen. Dr. Hartmut Pietsch schüttelt den Kopf.

„Man glaubt nicht, was in dieser Stadt alles möglich ist“,

sagt er fassungslos. Pietsch und drei weitere Vertreter der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“, darunter Werner Hüsken als einer der drei offiziellen Sprecher, wollten sich – wie mit der Stadt kurzfristig für gestern Nachmittag vereinbart – selbst ein Bild davon machen, warum das Wahlamt mehr als 12.500 der knapp 80.000 abgegebenen Unterschriften gegen Oberbürgermeister Adolf Sauerland für ungültig erklärt hatte.

Weiterlesen: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/stadt-duisburg-verweigert-akteneinsicht-im-ob-abwahlverfahren-id6098572.html

 

OB hat vor und nach Loveparade versagt

Aktuelles Stadtwappen der Stadt Duisburg

Image via Wikipedia

Jetzt greift auch die Evangelische Kirche den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland an.

Ein Jahr nach der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade mit 21 Toten hat die Evangelische Kirche im Rheinland dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) völliges Versagen vorgeworfen.

Der Oberbürgermeister, der einen Rücktritt immer noch ablehnt, sei “völlig überfordert” und “daran gescheitert, seine öffentliche Rolle auszufüllen”, sagte die Vizepräses der rheinischen Kirche, Petra Bosse-Huber.

Bosse-Huber kritisierte aber auch den Umgang mit Sauerland. Dass er in Duisburg zu einer unerwünschten Person geworden sei, mache “demokratische Abstimmungsprozesse teils unmöglich. So funktioniert Demokratie nicht”. Sauerland seinerseits müsse jedoch akzeptieren, “dass es Gelände gibt, die er nicht mehr betreten kann”, sagte die Theologin.

Am Sonntag wird in Duisburg eine zentrale Gedenkfeier für die 21 Todesopfer und hunderten Verletzten stattfinden. Teilnehmen wollen auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und zahlreiche Mitglieder ihres Kabinetts. 

Adolf Sauerland wurde für die Dauer der Gedenkfeier zur “unerwünschten Person” erklärt.

Loveparade-Genehmigung war rechtswidrig

Die Genehmigung der Loveparade in Duisburg, bei der vor einem Jahr 21 Menschen ums Leben kamen, soll einem Pressebericht zufolge nach bisherigen Ermittlungen rechtswidrig gewesen sein. Das gehe aus dem Zwischenbericht der Staatsanwaltschaft hervor, berichtet die “Rheinische Post” unter Berufung auf das Papier. Die Ermittler werfen demnach unter anderem Mitarbeitern zweier städtischer Ämter vor, ihren Verpflichtungen zur Prüfung des Sicherheitskonzepts und der Einhaltung von Auflagen nicht nachgekommen zu sein.

Die Staatsanwaltschaft sieht laut der “Rheinischen Post” zudem ein pflichtwidriges Verhalten des Leitenden Polizeidirektors, der an dem Unglückstag ab Mittag für das Einsatzgeschehen verantwortlich war. Von den weiteren 15 Beschuldigten, die der Bericht aufführe, seien elf zum Zeitpunkt der Loveparade bei der Stadt Duisburg und vier bei Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller beschäftigt gewesen. Der Zwischenbericht wird der Zeitung zufolge von der NRW-Landesregierung bislang geheim gehalten.

Während der Loveparade am 24. Juli 2010 war am überfüllten Zugangstunnel zum Veranstaltungsgelände in Duisburg eine Massenpanik ausgebrochen. 21 junge Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt. Im Zusammenhang mit der Katastrophe ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung gegen Mitarbeiter der Stadt Duisburg, des Veranstalters Lopavent und der Polizei.

Mahnmal für Tote von Loveparade-Unglück

Knapp ein Jahr nach der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade ist in der Nähe des Unglücksorts ein Mahnmal für die 21 Toten eingeweiht worden. Zu der rund 30-minütigen Zeremonie kamen nach Angaben der Initiatoren rund 300 Menschen, darunter Angehörige der Opfer und Duisburger Bürger. Im Rahmen seiner Gedenkrede verlas Alt-Oberbürgermeister Josef Krings (SPD) unter anderem die Namen der Todesopfer.

Gedenktafel eingeweiht

Mahnmal für die 21 Toten eingeweiht

Das Mahnmal besteht aus einem sechs Meter langen Sockel und einer rund 3,50 Meter hohen Stahltafel mit 21 ineinander gestürzten Balken. Es wurde nach einem Entwurf des Künstlers Gerhard Losemann gefertigt.

Quelle: http://news.rtl.lu/news/panorama/newsmlmmd.23c0558bdbbeb4ebc65e03d18eca94c8.121.html

Duisburg: Loveparade

Rainer Schaller on a press conference held bef...

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Nur für den Fall das hier immer noch jemand denkt, die würden in Duisburg tatsächlich das schrecklich Unglück bei der Loveparade aufarbeiten wollen.! NEIN… an einer ehrlichen Aufarbeitung ist den Verantwortlichen in Duisburg und Lopavent überhaupt nicht gelegen. Die Bande um Sauerland und Co. die mauert wo es geht…

alle Expertenvorträge und Diskussionsbeiträge waren geprägt von hoher Sachlichkeit. Etwa bei Kai Abrell. Der Meister für Veranstaltungstechnik zeigte auf, dass bei der Planung der Rettungswege und Notausgänge für das Veranstaltungsgelände gesetzliche Vorschriften umgangen worden seien. Wegen der Umzäunung des Geländes galt an diesem Tag eine Sonderbauverordnung. „In den Tunnelabschnitten gab es keine vorgeschriebenen Notausgänge. Wenn es nicht genügend Rettungswege gibt, hätte die zulässige Besucherzahl zwingend entsprechend reduziert werden müssen.“ Das sei nicht erfolgt, so Abrell. Der Wittener Rechtsanwalt Dr. Frank Eikmeier ergänzte, dass über 20 gesetzliche Vorschriften missachtet wurden.

Und mit solchen Aussagen geht das dann munter weiter. Fazit: im Vorfeld der Veranstaltung waren den Verantwortlichen die Mängel bekannt und es wurde im Grunde nichts getan um dem abzuhelfen. Den Verantwortlichen war klar das es zu einer Katastrophe kommen wird und die haben die Veranstaltung trotzdem genehmigt, sie musste stattfinden, egal wie.

21 Tote und 500 Verletzte… und alles nur um das Ego eines Menschen zu befriedigen…

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Hunderte-Loveparade-Ordner-kamen-nicht-zum-Dienst-id4251154.html