Ermittlungen wieder aufgenommen

Madeleine McCann

Polizisten von Scotland Yard  haben im Zusammenhang mit dem Fall der seit viereinhalb Jahren vermissten Madeleine McCann Barcelona besucht.

Die Beamten reisten Ende November im Zuge einer Wiederaufnahme der Ermittlungen in die nordostspanische Stadt.

Ob die Reise im Zusammenhang mit den 2009 in der britischen Presse aufgetauchten Behauptungen stehe, wonach Madeleine nach ihrem Verschwinden nach Barcelona verschleppt wurde, ist nicht bekannt.

Madeleine war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag in der Ferienanlage Praia da Luz an der Algarve in Portugal spurlos verschwunden. Seitdem suchen ihre Eltern Gerry und Kate McCann unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit nach dem Mädchen.

Die portugiesische Polizei hatte die Suche Mitte Juli 2008 eingestellt. Der britische Premierminister David Cameron sicherte den McCanns allerdings zu, dass die Londoner Polizei das Beweismaterial noch einmal überprüfen werde.

Friedrich und Wendt irren sich…

TottenhamBundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sieht keine Anzeichen dafür, dass es auch in deutschen Großstädten zu ähnlichen Krawallen wie in Großbritannien kommen könnte.

Die soziale Integration sei in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich vorangekommen, sagte der CSU-Politiker der “Neuen Osnabrücker Zeitung” vom Mittwoch. Gesellschaftliche Spannungen in einem Ausmaß wie in England oder anderen europäischen Ländern gebe es in Deutschland derzeit nicht, sagte Friedrich.

Hierzulande gebe es einen Konsens darüber, dass Gewalt gegen unbeteiligte Menschen kein Mittel zur Durchsetzung der eigenen Interessen sei.

Dagegen sagte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, auch in Deutschland seien Strukturen vorhanden, die rasch zu Auswüchsen wie in England führen könnten.

“Die Ausschreitungen sind das Ergebnis von krimineller Energie, Verachtung gegenüber dem Staat und sozialer Ausgrenzung einzelner Bevölkerungsschichten”,

sagte Wendt weiter. Diese “hoch explosive Mischung” sei auch in Deutschland vorhanden. Insbesondere in Großstädten wie Hamburg und Berlin könnten “aus nichtigen Anlässen rasch derartige Brennpunkte entstehen, die nur schwer in den Griff zu bekommen sind”.

Kein Job, kein Geld… keine Zukunft

Was ist los in England.? Die Krawalle in London haben in der Nacht zu Dienstag auf weitere Städte übergegriffen und ganze Einkaufsstraßen in Schlachtfelder verwandelt.

Woolwich

In der dritten Nacht in Folge traten Jugendliche Fensterscheiben ein, Gebäude standen in Flammen, die Straßen waren mit Flaschen, Steinen und Glasscherben übersät. Teilweise hatte die Londoner Feuerwehr nicht mehr genügend Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, um die Brände zu löschen. Die Polizei setzte 1700 zusätzliche Beamte ein, um die Kontrolle über die Straßen wiederzugewinnen. Es werden zunehmend auch Unruhen aus Bristol, Liverpool und Birmingham gemeldet. Premierminister David Cameron brach seinen Italien-Urlaub ab und berief ein Treffen des Krisenstabs ein.

Ein Bild der Verwüstung bot etwa das sozialschwache Ost-Londoner Viertel Woolwich. Eingeschlagene Schaufensterscheiben wohin man sieht, brennende Autos und Plünderer die sich mit ganzen Wagenladungen von Diebesgut ( meist Lebensmittel ) davon machen. Die Polizei nahm in der Hauptstadt mehr als 330 Menschen fest, weitere 100 in Birmingham.

“Wir haben keine Arbeit und kein Geld”,

begründete ein junger Mann im Londoner Stadtteil Hackney die geplünderten Lebensmittelläden. Politiker und die Polizei machen zwar Kriminelle und Hooligans für die Unruhen verantwortlich, immer mehr Soziologen und Anwohner sprechen jedoch von einem “wachsenden Unmut” in den häufig von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Vierteln.

Die britische Regierung versucht derzeit mit Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen und spart u.a. massiv im sozialen Bereich.

“Einer der wichtigsten Treiber ist die Schere zwischen Arm und Reich. Hier geht es um die Ausgeschlossenen”,

sagte der Gesellschaftswissenschaftler Mike Hardy. Ein 39-Jähriger Elektriker aus Hackney sagte, die Einschnitte hätten alles nur schlimmer gemacht.

“Das ist erst der Anfang.”

David Cameron dürfte jetzt unter Druck geraten, mehr für die armen Viertel der Hauptstadt zu unternehmen. Bislang hat er allerdings alle Forderungen zurückgewiesen, beim Sparen auf die Bremse zu treten und etwa die Hilfen für Jugendliche aus dem Sparpaket zu nehmen. 

1,2 Tonnen Kokain

Britische Fahnder haben auf einer Luxusjacht eine Rekordmenge von 1,2 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das Rauschgift mit einem Schwarzmarktwert von umgerechnet bis zu 343 Millionen Euro sei unter dem Sonnendeck der im Hafen von Southampton ankernden Jacht “Louise” versteckt gewesen, teilten die Sicherheitsbehörden mit.

Zur Story

Das Schiff war demnach auf dem Weg von der Karibik in die Niederlande. Dort habe die Polizei auf der Grundlage britischer und französischer Erkenntnisse am Dienstag sechs mutmaßliche Mitglieder eines internationalen Drogenrings festgenommen.

Nach Angaben der britischen Polizei hatte das Kokain einen ungewöhnlich hohen Reinheitsgrad von 90 Prozent. Es sei so gut versteckt gewesen, dass es die Fahnder erst nach sechstägiger Durchsuchung gefunden hätten. Das Rauschgift sei vermutlich in Venezuela an Bord gebracht worden.

Hier die Meldung im Original…

Julian Assange kommt noch nicht frei…

LONDON, ENGLAND - JULY 26: Julian Assange of the WikiLeaks website speaks to reporters at The Front Line Club on July 26, 2010 in London, England. The WikiLeaks website has published 90,000 secret US Military records. The Guardian and The New York Times newspapers and the German Magazine Der Spiegel have also published details today. (Photo by Peter Macdiarmid/Getty Images)

Julian Assange kommt vorerst frei. Der in Großbritannien inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange kommt gegen Kaution frei.

Das entschied am Dienstag ein Gericht in London.

Assanges Anwalt hatte zuvor erklärt, sein Mandant sei bereit, eine elektronische Fußfessel zu tragen und sich an einer der Polizei bekannten Adresse aufzuhalten.

Das Gericht setzte einen weiteren Anhörungstermin auf den 11. Januar fest.  Auf seine Freilassung muß Julian Assange aber noch ein wenig warten. Die Staatsanwaltschaft hat zwei Stunden, um Rechtsmittel einzulegen. Auch die schwedische Justiz kann ihr Veto einlegen.

Außerdem  muss noch die Kaution in Höhe von 200 000 britische Pfund bei Gericht vorliegen.

Update: Fußfesseln allein sind der schwedischen Justiz wohl doch nicht genug. Kurz vor Ablauf der 2 Stunden-Frist hat die schwedische Staatsanwaltschaft Berufung gegen die Freilassung von Julian Assange eingelegt. Nun muss der Oberste Gerichtshof Großbritanniens binnen 48 Stunden entscheiden, ob der WikiLeaks-Gründer gegen Kaution vorläufig freikommt.

Update: Der Filmemacher Michael Moore hat angeboten, die Kaution für Julian Assange zu bezahlen. Das gab Moore heute in seinem Blog bekannt. Der Anwalt des Wikileaks-Gründers habe von Moore eine schriftliche Zusage erhalten, dass dieser 20.000 US-Dollar für ihn hinterlegen wolle. Dieses Papier wurde am 13. Dezember 2010 einem Richter des Westminster Magistrates Court in London vorgelegt, so Moore. Er betonte, dass er den Betrag aus seinem persönlichen Geld bezahlen will.

Zitat Moore: “Weiterhin erkläre ich mich öffentlich dazu bereit, meine Website, meine Server, meinen Domain-Namen und alles andere, was ich tun kann, zur Verfügung zu stellen, um Wikileaks lebendig und gesund zu erhalten. Die Plattform legt Verbrechen offen, die im Geheimen in unserem Namen und mit unserem Steuergeld ausgeheckt wurden.”

Dokumente veröffentlicht… US-Regierung sauer…

“Diese Veröffentlichung ist ein Akt der Wahrheit”, erklärte Wikileaks-Gründer Julian Assange auf der ins Internet gestreamten Pressekonferenz, die heute in London stattfand. “Sie zeigt, dass der Angriff auf die Wahrheit lange vor dem Krieg erfolgt und noch länger anhält. Aber wir brauchen nicht 40 Jahre und länger darauf zu warten, dass die Archive geöffnet werden, wir haben Wikileaks.”

RIA NovostiWikileaks veröffentlicht rund 400 000 Geheimdokumente zum Irak-KriegWikileaks veröffentlicht rund 400 000 Geheimdokumente zum Irak-Krieg

11:59 23/10/2010 Die Website Wikileaks.org, die sich als Plattform für interne Kritik an Firmen und Behörden zum Aufdecken von Missständen versteht, hat in der Nacht zum Sonnabend rund 400 000 geheime US-Dokumente der US-Militäroperation im Irak publik gemacht.>>