Goldreserven

Kanzlerin Merkel lässt dementieren und immer wenn die Kanzlerin dementieren lässt, sollte man ganz genau hinhören denn dann geht es -die Erfahrung der letzten Monate lehrt uns das- immer um Geld… um sehr viel Geld. Aktuell geht es aber um noch viel mehr, es geht um die Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland. [1]

Die “Frankfurter Allgemeine” schrieb am 06.11.2011 unter der Überschrift “Deutschland soll Bundesbankreserven opfern” u.a. folgendes:

Die Europäische Zentralbank will offenbar nicht nur die Sonderziehungsrechte der Bundesbank übernehmen, sondern auch deren Sitz und Stimme im IWF – als Hüterin der gebündelten Reserven der EU-Notenbanken. Im Gespräch waren in Cannes 50 bis 60 Milliarden Euro, davon 15 Milliarden Euro von der Bundesbank. Damit würde die Bundesbank in ihrer Rolle und ihrem Einfluss beim IWF deutlich beschnitten; ihre Reserven würden vergemeinschaftet. [2]

Unter Umgehung des Beschlusses des Bundestags sollte die Haftung Deutschlands für die Euro-Rettung in einem ersten Schritt noch einmal um mehr als 15 Milliarden Euro erhöht werden. Insgesamt soll das System der Europäischen Zentralbanken 50 bis 60 Milliarden Euro in Form von IWF-Sonderziehungsrechten an eine Zweckgesellschaft des Euro-Krisenfonds EFSF verpfänden. Hintergrund des Vorhabens ist die Sorge, dass der gerade erst auf 440 Milliarden Euro verdoppelte Rettungstopf für Italien zu klein wäre. Sonderziehungsrechte sind eine Kunstwährung, die es dem IWF erlaubt, auf die Reserven der Bundesbank zuzugreifen, [3]

Ganz offensichtlich reichen also alle Rettungsschirme dieser Welt nicht aus um dem Jammertal Europa zu helfen. Nichts funktioniert, kein Plan ist auch ein Plan und wenn gar nichts mehr geht, opfert man für Europa eben auch die nationalen Reserven.? 

Nein… natürlich opfert man nicht alle nationalen Reserven. Die Goldreserven der Griechen, der Portugiesen und Italiener etc… die sind sicher. Wo kämen wir hin wenn wir die schröpfen würden und davon war bei der G20 Party in Cannes tatsächlich nie die Rede. Dort ging es ausschliesslich um die Reserven der Bundesbank der Bundesrepublik Deutschland.

Im Juni 2011 war die Bundesrepublik Deutschland Eigentümerin von 3.401,0 Tonnen Gold. Dies entspricht einem theoretischen Marktwert von zurzeit 138,9 Milliarden Euro. Zugrundegelegt wurde ein Preis von 40,83 Euro pro Gramm oder 1.269,88 Euro = 1.749 US-Dollar pro Feinunze (Goldpreis vom 4. November 2011). Der Goldanteil an den gesamten nationalen Devisenreserven lag bei 71,7 Prozent (2000 = 36,0 Prozent). Das Edelmetall ist in Barren mit einer Größe von 12,5 Kilogramm gegossen und wird überwiegend außerhalb der Grenzen Deutschlands, wo es entstanden ist, gehalten: Deutsche Goldbarren lagern in einem Tresor bei der Federal Reserve Bank of New York, bei der Bank of England in London und der Banque de France in Paris. [4]

[1] http://www.welt.de/wirtschaft/article13702075/Bundesregierung-erklaert-Goldreserven-fuer-unantastbar.html

[2] http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-deutschland-soll-bundesbankreserven-opfern-11519855.html

[3] http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise-jetzt-die-notenpresse-11520066.html

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Goldreserve#cite_note-3