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Es ist genügend für alle da… die EU hat genügend Geld für div. Schutzschirme und Schirmchen. Demnächst dann auch für Portugal. Genau wie in Griechenland oder jetzt in Irland wollen die Menschen dieses Geld zwar nicht… aber hey was solls, die Schulden die man hat, die muß man doch bezahlen und sei es indem man neue Schulden macht. Das war doch schon immer so… das haben wir doch immer schon so gemacht. Das geht dann auch in Portugal…
Ein Generalstreik hat das öffentliche Leben in Portugal am Mittwoch massiv beeinträchtigt.
Der Protest richtete sich gegen den harten Sparkurs der Regierung, von dem viele fürchten, er treffe die Falschen und würge zudem die Wirtschaft ab. In Lissabon kam das Leben weitgehend zum Erliegen. Am größten Flughafen der Hauptstadt wurden fast alle Flüge gestrichen. Auch Züge und Busse fuhren nicht. Die Häfen blieben nach Gewerkschaftsangaben geschlossen. Auch die Banken nahmen am Ausstand teil. Rund um die Hauptstadt entstand ein erhebliches Verkehrschaos, da viele Menschen aufs Auto umstiegen. Geschäfte und Restaurants blieben aber geöffnet, auch der Lieferverkehr lief normal. Die Gewerkschaft UGT sagte, es sei der größte Streik in dem Land seit jeher.
Die beiden größten Gewerkschaften des Landes, die erstmals seit mehr als 20 Jahren gemeinsam zu einem Streik aufgerufen hatten, wollen mit den Protesten die Entschlossenheit der sozialistischen Minderheitsregierung zum Sparen schwächen. Portugal gehört in der aktuellen Schuldenkrise zu den Sorgenkindern in der Euro-Zone. Das Vertrauen der Anleger in das hoch verschuldete Land hat auch unter der Lage in Irland gelitten. Experten sind sich aber einig, dass das Land in keinem Fall bei der Umsetzung seiner Sparpläne zögern darf, wenn es ein Schicksal wie Irland oder Griechenland verhindern will. Zögerlichkeit straft der Markt sofort mit höheren Kreditkosten zur Refinanzierung des Landes ab, was die Haushaltsmisere verschärft und das Land letztlich in eine Schieflage bringen kann.
Ein Experte von der Universität in Coimbra sagte, der Streik werde sicher nicht dazu führen, dass die Regierung Kernelemente ihres Sparpakets ändere. “Aber er stellt ein zusätzliches Element an Unsicherheit in einer ohnehin instabilen Lage des Landes dar”, sagte Sozialforscher Elisio Estanque. Obwohl die portugiesische Wirtschaft in diesem Jahr wieder wachsen dürfte, fürchten Volkswirte, dass sie 2011 wegen der Sparmaßnahmen in eine Rezession abrutschen könnte. Die beschlossenen Einschnitte im öffentlichen Dienst sowie höhere Steuern werden den Konsum voraussichtlich um fünf Prozent kürzen. Die Arbeitslosigkeit liegt mit 10,9 Prozent bereits jetzt so hoch wie seit den 1980er Jahren nicht mehr.
Auf der Straße war die Meinung geteilt. “Dieser Streik ist vollkommen absurd”, sagte ein 36-jähriger Biologie-Lehrer. “Die Portugiesen müssen verstehen, dass kein Geld da ist und deswegen müssen die Leute arbeiten, damit wir an Geld kommen”, sagte er. Andere waren verärgert. “Es sind die Arbeiter, die für die Krise zahlen, nicht die Banker und auch nicht die Aktienbesitzer der großen Unternehmen”, sagte der Rentner Leandro Marins. “Was auf die nächste Generation zukommt, ist sehr traurig. Ich sehe keine andere Lösung für sie, als das Land zu verlassen, um woanders neue Möglichkeiten zu haben”, sagte eine 66-jährige pensionierte Lehrerin.
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