ACTA Proteste gehen weiter

Acta-Gegner legen nach: Am zweiten europaweiten Aktionstag gegen das internationale Handelskommen für den Schutz von Urheberrechten sind bundesweit wieder mehrere tausend Aktivisten auf die Straße gegangen.

Der unter anderem von der EU, den USA und Japan ausgehandelte Vertrag ist von mehreren EU-Staaten, darunter auch Deutschland auf Eis gelegt worden. Die EU-Kommission hat Acta dem
Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Prüfung vorgelegt.

Die Kritiker sehen in dem Abkommen eine Einschränkung von Freiheitsrechten im Internet.

In Hamburg zogen laut Polizei 1500 Menschen in einem Protestzug durch die Innenstadt. In Hannover, Braunschweig, Osnabrück und Oldenburg erwarteten die Veranstalter am Nachmittag insgesamt bis zu 5000 Teilnehmer.

Quelle: Handelsblatt

Fukushima / radioaktive Strahlung in Tokio

Sieben Monate nach der Atomkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben die Behörden des Landes laut Medienberichten in der Hauptstadt Tokio radioaktive Strahlung knapp unter dem für Evakuierungen vorgesehenen Grenzwert gemessen.

Tokio

Im Westen der Stadt betrage die Strahlung 3,35 Mikrosievert pro Stunde, berichtet der Fernsehsender NHK. Bei einer Hochrechnung entsprechend den Vorgaben des japanischen Wissenschaftsministeriums ergebe dies einen Jahreswert von 17,6 Millisievert. Ab 20 Millisievert im Jahr wäre eine Evakuierung des Gebiets erforderlich.

Nach NHK-Angaben wurde die Strahlung einen Meter über dem Boden gemessen. Weitere Messstellen wiesen niedrigere Werte auf. Die städtischen Behörden in Tokio bestätigten die Angaben nur indirekt. Genaue Gründe für mögliche hohe Strahlungswerte seien nicht bekannt, sagte eine Sprecherin. Experten seien dabei, die Zahlen zu prüfen und das betroffene Gebiet zu dekontaminieren.

 

Japan hebt Warnhinweise auf

Die japanische Regierung hat Warnhinweise für fünf Gebiete nahe der beschädigten Atomanlage Fukushima aufgehoben und will geflohene Bewohner zur Rückkehr dorthin bewegen.

Fukushima-Daiichi

Wie Minister Goshi Hosono und Industrieminister Yukio Edano in Tokio mitteilten, handelt es sich um die Dörfer und Städte Hirono, Naraha, Kawauchi, Tamura und Minamisoma, die allesamt zwischen 20 und 30 Kilometer von dem havarierten Werk entfernt liegen. Die Sperrzone in einem Umkreis von 20 Kilometern rings um Fukushima wird aber beibehalten.

Die Bewohner der fünf betroffenen Gebiete waren nach dem verheerenden Erdbeben und dem anschließenden Tsunami Mitte März zwar nicht in Sicherheit gebracht worden, es wurde ihnen aber geraten, sich für eine eventuelle Evakuierung jederzeit bereitzuhalten. Rund 28.500 der insgesamt 58.500 Bewohner hatten sich entschlossen, die Zone zu verlassen. Der TV-Sender NHK zitierte einige dieser Menschen mit den Worten, sie planten nicht, umgehend in ihre Dörfer nahe Fukushima zurückzukehren, da sie dort um ihre Sicherheit fürchten. Die Regierung werde nun alles daran setzen, den Menschen ihre Angst zu nehmen, erklärte Ministerpräsident Yoshihiko Noda.

Unterdessen wurden erstmals außerhalb des Geländes von Fukushima Spuren von Plutonium entdeckt. Nach inzwischen bestätigten Angaben wurde das hochgiftige Schwermetall in Bodenproben an sechs Stellen entdeckt. Der höchste gemessene Wert, vier Becquerel pro Quadratmeter, wurde in einer Stadt in 30 Kilometer Entfernung von Fukushima entdeckt. In einem 45 Kilometer von der Anlage entfernten Dorf betrugen die Messungen 0,82 Becquerel pro Quadratmeter. Zwischen 1999 und 2008 hatten Messungen nach Angaben des Ministeriums in der Gegend durchschnittlich knapp 0,5 Becquerel betragen.

Yoko Ono… zu Fukushima…

Blue WINTER ....

Image by alf07 °,° via Flickr

Yoko Ono, John Lennons Witwe, empfiehlt ihrem Heimatland Japan, sich nach der Atomkatastrophe von Fukushima bei der Energiegewinnung das kleine Island zum Vorbild zu nehmen.

Wie Island verfüge Japan über zahlreiche heiße Quellen und könne also aus Erdwärme Energie erzeugen, sagte Ono der Nachrichtenagentur AFP.

“Geothermie – das kann man einfach machen, es ist da”,

fügte die 78-Jährige während ihres ersten Japan-Besuchs seit der Katastrophe in Fukushima hinzu.

Erdwärme könne zwar nicht Japans gesamten Energiebedarf decken – als sichere, saubere und einfache Möglichkeit der Energiegewinnung dürfe sie aber nicht außer Acht gelassen werden.

Sie habe diese Form der Energiegewinnung in Island kennengelernt, sagte Yoko Ono.

“Als ich da hingegangen bin, habe ich gemerkt, dass dieser Ort nicht nur schön, sondern sehr unabhängig von den Öl-Leuten ist”,

sagte Ono über den Inselstaat, der mehr als 80 Prozent seines Energiebedarfs mit Erdwärme und Wasserkraft deckt.

In der Nähe der Hauptstadt Reykjavik befindet sich auch der Imagine Peace Tower zur Erinnerung an ihren 1980 erschossenen Mann, John Lennon. Das Steinmonument, auf dem in 24 Sprachen “Imagine Peace”  eingraviert ist, sendet einen mit Strom aus Erdwärme betriebenen Lichtstrahl aus.

Zu der Havarie im Atomkraftwerk Fukushima, die am 11. März durch ein Erdbeben und einen anschließenden Tsunami ausgelöst worden war, sagte Ono: “Das ist nicht nur etwas, das Japan widerfahren ist, das ist der ganzen Welt widerfahren.” Es sei klar, dass man weltweit die Atomkraftnutzung aufgeben müsse.

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Akw vom Netz genommen

Auch in Deutschland ist die Stromversorgung nicht mehr gesichert, sollten weitere AKW’s vom Netz gehen. Sonne und Wind allein… können den Strombedarf eines Landes nicht absichern…

Mit der Abschaltung eines weiteren Atomreaktors in Japan droht sich die bereits jetzt unzureichende Stromversorgung im Land weiter zu verschärfen. Der Energieversorger Kansai Electric Power kündigte an, einen Reaktor im Atomkraftwerk Ooi vorerst vom Netz zu nehmen.

In einem für Notfallsituationen bereitstehenden Borsäurebehälter sei ein Druckverlust festgestellt worden, teilte der Betreiber des Akw Ooi mit. Bislang sei allerdings kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden.

Mit der neuen Abschaltung sind nur noch 18 der 54 Atomreaktoren in Japan am Netz, eine Vielzahl von Reaktoren war gleich nach dem Erdbeben und anschließendem Tsunami vom 11. März abgeschaltet worden.

Um Engpässe bei der Stromversorgung im Sommer zu vermeiden, riefen die Behörden Unternehmen und Verwaltungen im Raum Tokio auf, ihren Stromverbrauch zu reduzieren.

In der Präfektur Fukushima, wo sich in Folge des schweren Erdbebens und anschließenden Tsunamis der schwerste Atomunfall seit der Katastrophe von Tschernobyl 1986 ereignet hatte, beriet sich Ministerpräsident Kan mit Vertretern verschiedener Orte der Region. Er wolle die weiteren Maßnahmen entsprechend der Ansichten der örtlichen Behördenvertreter ausrichten, versicherte Kan.

Zuvor hatte der Regierungschef bereits eine Sporteinrichtung besucht, die nach dem Atomunfall in eine Unterkunft für die Arbeiter des Akw Fukushima umfunktioniert wurde. Kan dankte den Arbeitern für ihren Einsatz und erklärte, es seien schrittweise Fortschritte zu verzeichnen. Japan will in der kommenden Woche einen Zwischenbericht zu dem Atomunfall veröffentlichen.

Wegen der erzielten Fortschritte prüft die Regierung nun, die aus der Unglücksregion in Sicherheit gebrachten Bewohner wieder in evakuierten Gebieten außerhalb des 20-Kilometer-Radius anzusiedeln. Ein Zeitplan wurde nicht bekannt. Die Zeitung “Asahi Shimbun” berichtet, dass sich die Situation so weit verbessert habe, dass die Regierung erwäge, die Evakuierungszone im August zu verkleinern.

„Einer muss ja den Anfang machen.“

Die Klimapolitik der Europäischen Union steckt in einer endgültigen Sackgasse. Vorreiter wollte Europa sein, der Welt zeigen wie es geht. Insbesondere den Emissionshandel als „marktwirtschaftliches“ Instrument wollte man als Regulierungsstandard exportieren.

Klimarettung und andere Dummheiten

Erst sollte der Klimagipfel von Kopenhagen, dann der von Cancun den Durchbruch für die Verhandlungen für ein Nachfolgeabkommen des Ende 2012 auslaufenden „Kyoto-Protokolls“ hervorbringen. Beide Gipfel verliefen ergebnislos.

Heute steht fest: Es wird kein Folgeabkommen geben. Auch die Option, ersatzweise das bestehende Kyoto-Protokoll fortzuführen wurde auf dem letzten G8 Gipfel von allen wesentlichen Staaten verworfen. Inzwischen blieb auch der EU-Kommission nichts anderes übrig, als festzuhalten: „Unter diesen Umständen ist eine Fortführung des Kyoto-Protokolls sinnlos.“

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