Auch in Deutschland ist die Stromversorgung nicht mehr gesichert, sollten weitere AKW’s vom Netz gehen. Sonne und Wind allein… können den Strombedarf eines Landes nicht absichern…
Mit der Abschaltung eines weiteren Atomreaktors in Japan droht sich die bereits jetzt unzureichende Stromversorgung im Land weiter zu verschärfen. Der Energieversorger Kansai Electric Power kündigte an, einen Reaktor im Atomkraftwerk Ooi vorerst vom Netz zu nehmen.
In einem für Notfallsituationen bereitstehenden Borsäurebehälter sei ein Druckverlust festgestellt worden, teilte der Betreiber des Akw Ooi mit. Bislang sei allerdings kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden.
Mit der neuen Abschaltung sind nur noch 18 der 54 Atomreaktoren in Japan am Netz, eine Vielzahl von Reaktoren war gleich nach dem Erdbeben und anschließendem Tsunami vom 11. März abgeschaltet worden.
Um Engpässe bei der Stromversorgung im Sommer zu vermeiden, riefen die Behörden Unternehmen und Verwaltungen im Raum Tokio auf, ihren Stromverbrauch zu reduzieren.
In der Präfektur Fukushima, wo sich in Folge des schweren Erdbebens und anschließenden Tsunamis der schwerste Atomunfall seit der Katastrophe von Tschernobyl 1986 ereignet hatte, beriet sich Ministerpräsident Kan mit Vertretern verschiedener Orte der Region. Er wolle die weiteren Maßnahmen entsprechend der Ansichten der örtlichen Behördenvertreter ausrichten, versicherte Kan.
Zuvor hatte der Regierungschef bereits eine Sporteinrichtung besucht, die nach dem Atomunfall in eine Unterkunft für die Arbeiter des Akw Fukushima umfunktioniert wurde. Kan dankte den Arbeitern für ihren Einsatz und erklärte, es seien schrittweise Fortschritte zu verzeichnen. Japan will in der kommenden Woche einen Zwischenbericht zu dem Atomunfall veröffentlichen.
Wegen der erzielten Fortschritte prüft die Regierung nun, die aus der Unglücksregion in Sicherheit gebrachten Bewohner wieder in evakuierten Gebieten außerhalb des 20-Kilometer-Radius anzusiedeln. Ein Zeitplan wurde nicht bekannt. Die Zeitung “Asahi Shimbun” berichtet, dass sich die Situation so weit verbessert habe, dass die Regierung erwäge, die Evakuierungszone im August zu verkleinern.
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