Etwas Statistik

Der Trinkwasserbedarf in Deutschland wird überwiegend mit Grund- und Quellwasser gedeckt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte, stammten 2010 etwa 70 Prozent aus diesen Quellen. 30 Prozent kamen aus Oberflächengewässern. In jenem Jahr gewannen die deutschen Wasserversorgungsunternehmen etwa fünf Milliarden Kubikmeter Trinkwasser, 3,6 Milliarden davon gingen an Haushalte und Kleinbetriebe.

Die Herkunft des Trinkwassers variiert dabei je nach Region sehr stark. So speiste sich in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und dem Saarland fast die gesamte öffentliche Versorgung aus Grund- und Quellwasser. In Sachsen hingegen stammten 73 Prozent des gewonnenen Trinkwassers aus Oberflächengewässern, in diesem Fall größtenteils aus Seen und Talsperren.

 

Piraten im Aufwind

Die Piratenpartei ist nach ihrem Wahlerfolg im Saarland auch bundesweit im Aufwind. Im aktuellen Sonntagstrend verbessert sich die Piratenpartei im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte. So kommt die neue Partei für Freiheit und Transparenz laut Emnid-Umfrage jetzt auf neun Prozent.

Logo of the German Pirate Party Deutsch: Logo ...
Piratenpartei Deutschland (Photo credit: Wikipedia)

Mit Blick auf die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen in sechs Wochen können sich die Piraten auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Hoffnungen machen. Mit ihren derzeit fünf Prozent würden sie erstmals in das Düsseldorfer Landesparlament einziehen. Im Mai wird zudem in Schleswig-Holstein gewählt. Sollte die Partei dort ebenfalls erfolgreich sein, wäre auch ein Einzug in den Bundestag realistisch.

Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-04/piraten-partei-umfrage

Patientendaten

Ach so… da war doch noch etwas… und wenn das für die betroffenen Personen nicht so katastrophal wäre, könnte man darüber auch ganz herzlich lachen und grinsend mit dem Finger in Richtung Thilo Weichert zeigen. Aber leider ist die ganze Geschichte so schlimm, dass meiner Meinung nach, die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssen… und zwar ALLE.

Tausende hochsensible Patientendaten psychisch schwer kranker Menschen aus Schleswig-Holstein sind monatelang frei im Internet abrufbar gewesen. Die Behörden- und Klinikbriefe, medizinischen Befunde und psychologischen Dokumentationen konnten sogar heruntergeladen werden.

Das ist genau die Geschichte, die man jetzt dem “Landesdatenschutzbeauftragten” Thilo Weichert mal ganz gepflegt um die Ohren hauen sollte und zwar so lange, bis dieser endlich seine Arbeit macht und sich um die  Sauhaufen, die es in Schleswig-Holstein offensichtlich gibt, kümmert, anstatt mit Facebook Pillepalle zu spielen.

Und wenn Weichert wegen dieser Geschichte sein Amt zur Verfügung stellen muß… um so besser.

Quelle: http://www.ln-online.de/nachrichten/3280039/daten-skandal-psychisch-kranke-im-internet-blossgestellt

“Ich will aber getrackt werden”

Image representing Facebook as depicted in Cru...
Image via CrunchBase

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) fordert alle Stellen in Schleswig-Holstein auf, ihre Fanpages bei Facebook und Social-Plugins wie den „Gefällt mir“-Button auf ihren Webseiten zu entfernen. Nach eingehender technischer und rechtlicher Analyse kommt das ULD zu dem Ergebnis, dass derartige Angebote gegen das Telemediengesetz (TMG) und gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bzw. das Landesdatenschutzgesetz Schleswig-Holstein (LDSG SH) verstoßen.

Bei Nutzung der Facebook-Dienste erfolgt eine Datenweitergabe von Verkehrs- und Inhaltsdaten in die USA und eine qualifizierte Rückmeldung an den Betreiber hinsichtlich der Nutzung des Angebots, die sog. Reichweitenanalyse. Wer einmal bei Facebook war oder ein Plugin genutzt hat, der muss davon ausgehen, dass er von dem Unternehmen zwei Jahre lang getrackt wird. Bei Facebook wird eine umfassende persönliche, bei Mitgliedern sogar eine personifizierte Profilbildung vorgenommen. Diese Abläufe verstoßen gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht. Es erfolgt keine hinreichende Information der betroffenen Nutzerinnen und Nutzer; diesen wird kein Wahlrecht zugestanden; die Formulierungen in den Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien von Facebook genügen nicht annähernd den rechtlichen Anforderungen an gesetzeskonforme Hinweise, an wirksame Datenschutzeinwilligungen und an allgemeine Geschäftsbedingungen.

Das ULD erwartet von allen Webseitenbetreibern in Schleswig-Holstein, dass sie umgehend die Datenweitergaben über ihre Nutzenden an Facebook in den USA einstellen, indem sie die entsprechenden Dienste deaktivieren. Erfolgt dies nicht bis Ende September 2011, wird das ULD weitergehende Maßnahmen ergreifen. Nach Durchlaufen des rechtlich vorgesehenen Anhörungs- und Verwaltungsverfahrens können dies bei öffentlichen Stellen Beanstandungen nach § 42 LDSG SH, bei privaten Stellen Untersagungsverfügungen nach § 38 Abs. 5 BDSG sowie Bußgeldverfahren sein. Die maximale Bußgeldhöhe liegt bei Verstößen gegen das TMG bei 50.000 Euro.

Thilo Weichert, Leiter des ULD: „Das ULD weist schon seit längerem informell darauf hin, dass viele Facebook-Angebote rechtswidrig sind. Dies hat leider bisher wenige Betreiber daran gehindert, die Angebote in Anspruch zu nehmen, zumal diese einfach zu installieren und unentgeltlich zu nutzen sind. Hierzu gehört insbesondere die für Werbezwecke aussagekräftige Reichweitenanalyse. Gezahlt wird mit den Daten der Nutzenden. Mit Hilfe dieser Daten hat Facebook inzwischen weltweit einen geschätzten Marktwert von über 50 Mrd. Dollar erreicht. Allen Stellen muss klar sein, dass sie ihre datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit nicht auf das Unternehmen Facebook, das in Deutschland keinen Sitz hat, und auch nicht auf die Nutzerinnen und Nutzer abschieben können.

Unser aktueller Appell ist nur der Anfang einer weitergehenden datenschutzrechtlichen Analyse von Facebook-Anwendungen. Das ULD wird diese in Kooperation mit den anderen deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden vornehmen. Eine umfassende Analyse ist einer kleinen Datenschutzbehörde wie dem ULD mit einem Wurf nicht möglich; zudem ändert Facebook kontinuierlich seine technischen Abläufe und Nutzungsbedingungen. Niemand sollte behaupten, es stünden keine Alternativen zur Verfügung; es gibt europäische und andere Social Media, die den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Internet-Nutzenden ernster nehmen. Dass es auch dort problematische Anwendungen gibt, darf kein Grund für Untätigkeit hinsichtlich Facebook sein, sondern muss uns Datenschutzaufsichtsbehörden dazu veranlassen, auch diesen Verstößen nachzugehen. Die Nutzenden können ihren Beitrag dazu leisten, indem sie versuchen datenschutzwidrige Angebote zu vermeiden.“

Den Nutzerinnen und Nutzern im Internet kann das ULD nur den Ratschlag geben, ihre Finger vom Anklicken von Social-Plugins wie dem „Gefällt mir“-Button zu lassen und keinen Facebook-Account anzulegen, wenn sie eine umfassende Profilbildung durch das Unternehmen vermeiden wollen. Die Profile sind personenbezogen; Facebook fordert von seinen Mitgliedern, dass diese sich mit ihrem Klarnamen anmelden.

Das ULD hat seine datenschutzrechtliche Bewertung der Reichweitenanalyse durch Facebook im Internet veröffentlich unter

https://www.datenschutzzentrum.de/facebook/

Diese Analyse soll künftig fortgeschrieben, d. h. erweitert und präzisiert werden. Anregungen hierzu nimmt das ULD gerne entgegen per E-Mail über

facebook@datenschutzzentrum.de

Bei Nachfragen oder im Fall von allgemeinen sonstigen Fragen wenden Sie sich bitte an:

Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
Holstenstr. 98, 24103 Kiel
Tel: 0431 988-1200, Fax: -1223

Wacken

Wacken Open Air
Image by B10m via Flickr

Wacken (dpa) – Das dreitägige Heavy Metal-Festival «Wacken Open Air 2011» ist in der Nacht zum Sonntag friedlich zu Ende gegangen.

Das Treffen im abgeschiedenen kleinen Ort in Schleswig-Holstein gilt als größtes Heavy Metal-Festival der Welt.

Unter dem Motto «Lauter als die Hölle» («Louder than Hell») präsentierten in diesem Jahr mehr als 120 Bands auf mehreren Freilichtbühnen ihre Shows. Teilweise spielten sie gleichzeitig – mit einer Lautstärke nahe jener startender Flugzeuge.

«Die 95 000 Fans haben es uns leicht gemacht», lautete die Bilanz von Polizeisprecher Michael Baudzus. Die Beamten zählten 20 Anzeigen wegen Körperverletzung und 250 Anzeigen wegen Diebstahls. Neun Diebe wurden auf frischer Tat ertappt.

Es gibt genügend Öl… für alle

So ganz nebenbei wird hier das Märchen von der Endlichkeit des Öles beerdigt…

Am 23. Oktober 2010 wurde die 25-millionste Tonne Öl aus der Lagerstätte gefördert. Seit Oktober 1987 erschließen die RWE Dea AG als Betriebsführer und die Wintershall Holding GmbH als beteiligter Partner das bedeutendste deutsche Erdölvorkommen. Noch bis zu weitere 25 Millionen Tonnen Öl – und damit ein vergleichbares Volumen – gelten nach heutigen Kriterien zukünftig noch als technisch und wirtschaftlich gewinnbar. “Mit der langjährig erfolgreichen und sicheren Produktion aus dem Erdölfeld Mittelplate leisten wir einen eigenen Beitrag für die sichere Versorgung aus heimischen Quellen”, zeigt sich Thomas Rappuhn, Vorsitzender des Vorstands der RWE Dea AG, erfreut über das Förderjubiläum. Das Ölfeld Mittelplate beherbergt über 50 Prozent der nationalen Ölreserven. Da der klassische Primärenergieträger Erdöl auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbarer Bestandteil eines ausgewogenen Energie-Mixes ist sowie für eine breite Anwendungspalette über den Wärme- und Treibstoffeinsatz hinaus benötigt wird, sollten inländische Reserven bestmöglich genutzt werden, so Rappuhn.

Die Lagerstätte Mittelplate wird sowohl von der gleichnamigen Bohr- und Produktionsinsel als auch von Land aus erschlossen. Die jährliche Fördermenge konnte von Beginn an kontinuierlich gesteigert werden und fiel dann aufgrund der natürlichen Ausförderung des Feldes etwas ab. Derzeit beläuft sie sich auf rund 1,4 Millionen Tonnen Öl. Von der Größenordnung her entspricht diese Menge beispielsweise Importen aus Ländern wie Saudi-Arabien (2009: 1,4 Millionen Tonnen).

Continue reading Es gibt genügend Öl… für alle

Schlacht um Schleswig

#Freie Wähler und #Piratenpartei fühlen sich vom Flensburger SHZ-Verlag ignoriert.
Die #OSZE soll helfen.
Wenn am Sonntag Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nach Deutschland kommen, um hier erstmals die Wahlen zu beobachten, dürfen sie sich in Schleswig-Holstein auf einen herzlichen Empfang freuen. Hier finden Bundestags- und Landtagswahlen statt und sowohl die Piratenpartei als auch die Freien Wähler sehen erhebliche Mängel in der medialen Begleitung des Wahlkampfs. „Absichtlich“ würde über bestimmte Parteien in den 14 Tageszeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags („Flensburger Tageblatt“, „Schleswiger Nachrichten“) nicht berichtet, schreibt Helmut Andresen, Direktkandidat der Freien Wähler, in einem Brief an die OSZE. Auch die Piratenpartei will sich jetzt bei der Organisation beschweren, weil sie sich von dem Verlag im Vergleich mit CDU, SPD, FDP, Grüne, dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW) und der Linken vernachlässigt fühlt. „Der ,Amtsblattjournalismus’ des SHZ verhindert, dass sich die Bürgerinnen und Bürger umfassend über die Parteien und die Kandidaten zur Landtags- und Bundestagswahl informieren können“, sagt Wolfgang Dudda, Sprecher der Piratenpartei in Schleswig-Holstein.

Mit einer Auflage von knapp 200 000 Exemplaren erreichen die SHZ-Blätter täglich rund eine halbe Million Menschen, in Teilen des Landes haben sie sogar eine Monopolstellung. Folglich gebe es keine Alternative, sich in anderen Blättern zu informieren, sagt Andresen: „Und eine Partei, die die Leute nicht kennen, wählen sie nicht.“ Im Gegensatz beispielsweise zur CDU, die große Anzeigen auf den Internetseiten der SHZ schaltet, könnten sich die Freien Wähler mit einem Budget von 20 000 Euro keine umfangreichen Wahlkampagnen leisten. Sich im Netz zu informieren sei mühsam, weil es in einigen Regionen keine Breitband-Verbindungen gebe.

Bereits am Freitag hatten sich Freie Wähler und Piratenpartei zusammengetan, als Andresen von einem Pressegespräch mit der SHZ wieder ausgeladen wurde. In einer gemeinsamen Pressemitteilung machten die Parteien auf die aus ihrer Sicht einseitige Berichterstattung aufmerksam. Prompt wurde das Gespräch für Sonntag angesetzt und erschien am Montag im „Schlei-Boten“, in den „Schleswiger Nachrichten“ und im „Flensburger Tageblatt“ . Andresen ist sich sicher: „Hätten wir die Pressemitteilung nicht verschickt, wäre nichts passiert.“

Stephan Richter, Chefredakteur der „SHZ“-Blätter, verweist im Gespräch mit dem Tagesspiegel auf die generelle Linie der Zeitungen: „Wir haben das Interesse der Leser zu befriedigen und nicht die Interessen der Parteien.“ Wie bei den vorangegangenen Landtagswahlen umfasst die allgemeine Berichterstattung alle politischen Gruppierungen, von den großen Parteien bis zu den Freien Wählern, der Piratenpartei und der Familien- und Rentnerpartei. Anders bei den Direktkandidaten für den Landtag in Kiel. Hier treten in den 40 Wahlkreisen insgesamt 323 Bewerber an. Die Lokalredaktionen stellen in einer gesonderten Rubrik Direktkandidaten, wobei nur Bewerber von SPD, CDU, FDP, Grünen, Linkspartei und SSW berücksichtigt werden.

Weiter:

Reblog this post [with Zemanta]