BGH vs.Google Autocomplete

Eine der spannendsten, aber auch eine der verwirrendsten Folgen von Werkzeugen wie Foren, Facebook oder Twitter ist es, dass dank ihnen das Denken öffentlich wird. Was sich bisher nur im Kopf abspielte, wird durch sie allen offenbar. Wir können sehen, was andere Menschen glauben und meinen.

Hier weiter: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-05/google-autocomplete-private-gedanken

Adblock Plus…die Antwort der User

Deutsche Verlage blamieren sich derzeit bis auf die Knochen… sie bitten die Leser darum die in den Browsern installierten Werbeblocker abzuschalten weil, festhalten, die Verlage sonst kein Geld verdienen.

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Die Antwort der User fällt dementsprechend deutlich aus und die Macher von Adblock Plus bedanken sich via Twitter:

Na bitte, geht doch…

 

Schuß vor den Bug ?

Familienpolitik und Sexismus-Debatte haben deutschen Medien mehr geschadet als gedacht. Wer  Facebook,Twitter und Co. beobachtet hat dem war schon seit Wochen klar das die Menschen im Lande langsam genug haben von den immer gleichen und teilweise recht üblen Parolen. Nun merken es auch die Verlage…

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Der Leser lässt sich eben nicht länger verschaukeln und er reagiert prompt…

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Still und leise…

Facebook stellt auf einheitliche E-Mail-Adresse um. Sie endet nun auf @facebook.com.

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Image via CrunchBase

 

 

 

 

Diese Adresse kann in den Kontaktinformationen allerdings wieder geändert werden. Und wie immer…sind die Facebook-Nutzer mit der Änderung nicht einverstanden.

Blogger hatten bereits am Wochenende auf die Änderung aufmerksam gemacht und damit eine Flut von Beschwerden ausgelöst.

 

Twitter zensiert Kurzmeldungen

Twitter wird künftig  in bestimmten Ländern gesetzeswidrige Nachrichten zensieren.

Die Kurznachrichten würden in den Staaten, wo die Inhalte gegen Gesetze verstießen, nicht mehr veröffentlicht, kündigte das US-Unternehmen am Donnerstag auf seinem eigenen Blog an.

In Ländern, wo die Inhalte legal seien, würden die Tweets online gehen. Als Beispiel nennt das Unternehmen Deutschland und Frankreich, in denen die Holocaust-Leugnung unter Strafe steht. Leugnet ein US-Amerikaner den Holocaust in einem Tweet, wird dieser künftig für Nutzer in Frankreich und Deutschland ausgeblendet, anderswo aber noch zu sehen sein. Die Nutzer würden über die Filterung informiert. Mit der Zensurmaßnahme will der Konzern verhindern, in bestimmten Ländern abgeschaltet zu werden.

“Mit der Fortsetzung unseres internationalen Wachstums werden wir in Länder eintreten, die unterschiedliche Vorstellungen von der Meinungsfreiheit haben”,

schrieb Twitter in dem Blog. Eine Unternehmenssprecherin wollte die Angaben nicht weiter ausführen. Mit dem Schritt leitet Twitter nun eine Trendwende ein. 

Auf Twitter kritisieren derweil die Nutzer den Schritt heftig, das Hashtag #TwitterCensored tauchte zeitweise in der Liste mit den beliebtesten Themen auf. Viele drohen, dem Kurznachrichtendienst den Rücken zu kehren, wie Abdul Rahman: “Okay Twitter. Ihr fangt an, uns zu zensieren, und wir gehen einfach zu einem anderen Dienst. So einfach ist das.”

“Das ist Zensur, da gibt es keine Ausrede”, schreibt auch Jillian C. York von der Internet-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation in einem Blogeintrag, schränkt aber ein: “Twitter steht eben nicht über dem Gesetz.”

Facebook für Selbstregulierung

Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert giftet noch in Richtung Facebook wegen des Like-Buttons.

Weichert verlangt tatsächlich von deutschen Webseitenbetreibern das diese den Button von ihren Seiten entfernen weil selbiger angeblich gegen den deutschen Datenschutz verstoßen würde, auf allen einschlägigen Foren wird über Sinn/Unsinn der Weichert’schen Kampfansage an Facebook diskutiert und klammheimlich hat ein ganz anderer das Problem nicht nur erkannt… sondern auch eine für alle tragbare Lösung parat.

Facebook hat sich bisher an gemeinsamen Maßnahmen zur Selbstverpflichtung von Anbietern sozialer Netzwerke in Deutschland nicht beteiligt. Hierzu gehören unter anderem der Verhaltenskodex zum Jugendschutz und der Verhaltenskodex für Betreiber von Social Communities bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimediaanbieter (FSM), die deutsche Anbieter bereits unterzeichnet haben.

“Ich strebe mittelfristig einen allgemeinen Kodex für soziale Netzwerke an, der Regelungen zur Datensicherheit, sicheren Identitäten sowie Aspekten des Daten-, Verbraucher- und Jugendschutzes enthält”, erklärte Bundesinnenminister Dr. Friedrich. Die Inhalte der Selbstverpflichtung sollen breit gefächert sein und aktuelle Fragen einbeziehen. Sie reichen von einer Stärkung der Medienkompetenz bis hin zu den Verfahren der Datenübermittlung.

“Wir unterstützen die Initiative zur Selbstregulierung. Sie kann ein sehr effektiver Weg sein, um die Interessen der Internetnutzer zu schützen. Unser System ermöglicht den Menschen bereits jetzt die Kontrolle über den Umgang mit ihren persönlichen Daten. Wir werden unsere Erfahrungen gerne in die Entwicklung gemeinsamer Branchen-Standards einbringen”, erklärte Richard Allan, Director European Public Policy bei Facebook. 

Thema des Gesprächs waren auch die sogenannten Facebook-Partys. Facebook hat bereits den Schutz der minderjährigen Nutzer vor unbeabsichtigten öffentlichen Einladungen verstärkt. Zugleich äußerte Facebook Verständnis für die Bedürfnisse der Ordnungsbehörden. Facebook wird einen Leitfaden erarbeiten, der den Ordnungsbehörden Ansprechpartner und Maßnahmen nennt. So werden beispielsweise öffentliche Einladungen unter falschem Namen gelöscht.

Mit der grundsätzlichen Bereitschaft Facebooks, sich Selbstverpflichtungen anzuschließen und diese weiter auszubauen, wird die Diskussion, inwieweit deutsches Datenschutz- und Telemedienrecht für Facebook gilt, deutlich entschärft. Wegen seiner Niederlassung in Dublin hält Facebook in ganz Europa irisches Datenschutzrecht für anwendbar. “Die Grundsatzfrage müssen wir dort diskutieren, wo sie entschieden wird, und das heißt auf europäischer Ebene”, stellte Bundesinnenminister Dr. Friedrich klar. Für die Frage, welches Datenschutzrecht in den Mitgliedstaaten anwendbar ist, bestehen europarechtliche Vorgaben.

Die EU-Kommission hat bereits einen überarbeiteten Entwurf der einschlägigen Datenschutz-Richtlinie angekündigt. “Nicht nur, weil die Verhandlungen in Brüssel lange dauern und wir die Ergebnisse noch nicht kennen, macht es Sinn, auf Selbstregulierung zu setzen. Kodexe schaffen Transparenz, legen Rechte und Beschwerdeverfahren fest. Sie werden kontrolliert und sanktioniert und sind zudem flexibler. Dies ist im Bereich des sich schnell verändernden Internets besonders wichtig”, erklärte der Bundesinnenminister. Richard Allan zeigte sich erfreut: “Ich freue mich, dass wir uns den Inhalten zuwenden, ohne jedes Mal datenschutzrechtliche Grundsatzdebatten führen zu müssen.”

Um die Entwicklung eines allgemeinen Kodexes für soziale Netzwerke anzustoßen, wird das Bundesinnenministerium die betreffenden Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle sowie die sozialen Netzwerken zu Gesprächen einladen.

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2011/09/facebook.html