Kreditkartendaten geklaut

Nun also doch. Nachdem SONY noch gestern behauptete, dass aus dem PlayStation Network keine Kreditkartendaten entwendet/kopiert wurden, berichtet ZDNet.de heute folgendes:

Kevin Stevens von Trend Micro teilte via Twitter mit, dass die PlayStation-Network-Hacker anscheinend auch 2,2 Millionen Kreditkartennummern erbeuten konnten. Es handle sich nicht um ein Gerücht, sondern die Informationen stammten aus einer Diskussion in einem Onlineforum.

Die Daten wurden nicht nur entwendet, sie werden auch schon fleisig eingesetzt:

Ein Angestellter von GameFly teilte mit, dass die Karte seines Kollegen für einen 1500-Dollar-Einkauf bei einem Lebensmittelladen in Deutschland genutzt worden sei. Die Bank eines Lesers von VGN365 informierte ihn über eine mysteriöse Geldbehebung über 300 Dollar. Ein Nutzer des Videospielforums Neogaf.com erzählte von widerrechtlichen Abbuchungen in Höhe von 600 Dollar.

Wer immer seine Kreditkartendaten also bei SONY hinterlegt hat, sollte spätestens am Montag seine Bank darüber informieren, dass die Daten möglicherweise in die falschen Hände gelangt sein könnten.

Zu SONY: wäre ich Kunde bei SONY und hätte ich ein Konto im PlayStation Network… wäre spätestens jetzt der Punkt erreicht, an dem ich SONY die Freundschaft kündigen würde.

Wer so mit seinen Kunden umspringt wie SONY es tut, der hat in Zukunft einfach keine Kunden mehr verdient…

Kurzfassung: SONY und der Daten-Gau

Logo of the PlayStation Network

Image via Wikipedia

SONY’s PlayStation Network wurde gehackt. SONY nimmt darauf das Netzwerk offline. SONY informiert seine Kunden nicht über die Gründe, schiebt stattdessen Wartungsarbeiten vor.

Fünf Tage müssen SONY-Kunden auf eine Erklärung warten und es muß erst ein amerikanischer Senator Druck auf SONY ausüben, damit SONY sich erklärt.

Dann kommt die bittere Wahrheit ans Licht. Durch Unbekannte erfolgte ein Zugriff auf die SONY-Server, komplette Datensätze von mehr als 70 Millionen Nutzern konnten ausgelesen werden. Ob die Daten tatsächlich ausgelesen bzw. kopiert wurden, darauf kann/will SONY nicht antworten.

Es kommt noch schlimmer, Kreditkarteninformationen sollen ebenfalls ausgelesen worden sein. SONY dementiert dies zwar, muß aber wenig später eingestehen, dass auch diese Daten auf den selben Servern gespeichert wurden.

Der Gau: alle Nutzerdaten und die entsprechenden Kreditkarteninformationen lagen ungesichert -unverschlüsselt- auf den Servern!

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Zu SONY

Bemerkenswert ist die öffentliche Debatte, die sich bei Online-Themen seit Jahren wiederholt: Da sind die Skeptiker, die warnen, dass Firmen zu viele persönliche Daten sammeln. Da sind die Pädagogen, die PC-Spieler für gefährlich halten. Und da sind Menschen, die auf die moderne Welt mit ihren Schattenseiten verweisen, aber auch die Vorteile sehen.

Nicht jeder Lottospieler ist süchtig, nicht jeder Konsolen-Fan leichtsinnig und nicht jeder Hacker ist kriminell.

Und wie im Straßenverkehr gilt auch im Netz: Es gibt keinen Fortschritt ohne Risiko.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

Anonymous vs. Sony

Nun ist es passiert, die offizielle US-Webseite der Playstation 3 ist offline, und im Playstation Network gibt es ebenfalls Probleme.

Nach der Ankündigung von Anonymous, einige Webseiten von Sony auszuschalten, sind jetzt wichtige Server nicht erreichbar. Betroffen ist die zentrale US-Anlaufseite US.Playstation.com, die derzeit nicht erreichbar ist oder nur sehr langsam reagiert.

Die deutsche Version ist ebenfalls zeitweise offline. Das Playstation Network (PSN) ist ebenfalls betroffen, Anonymous nennt als Ziel auch den Playstation Store.

Anonymous bedankt sich damit bei Sony für das Vorgehen gegen George ‘Geohot’ Hotz. Anonymous ist der Auffassung, dass Sony mit seinem Vorgehen “das Rechtssystem missbraucht und so versucht, Informationen über die Funktionsweise seiner Produkte zu zensieren”.

George Francis Hotz ist ein amerikanischer Hacker, der durch Exploits am Apple iPhone, der Playstation 3 und dem iPad bekannt wurde. Im Internet unter mil, Geohot und million75 bekannt. Zudem veröffentlichte er den vollständigen Root-Key der Playstation 3.

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Perfekt… Google-TV kommt

Google arbeitet zusammen mit Intel, Sony und Logitech an Android-basierter Hardware, die Fernseher mit verbessertem Zugang zu Internetdiensten bringen soll. Das berichten die New York Times und die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Verhandlungskreisen. Das Projekt unter der Bezeichnung Google TV basiert auf Intels Atom-Plattform. Logitech entwickelt eine kleine Tastatur, die als Fernsteuerung dient. Sony will als erster Hersteller Fernseher mit der Technologie anbieten. Intel, Sony und Logitech haben in letzter Zeit Android-Entwickler eingestellt.

Intel will seinen Atom-Prozessor auch in Unterhaltungselektronik wie Fernsehern, Set-Top-Boxen und Blu-ray-Playern unterbringen. Intels Executive Vice President Dadi Perlmutter sagte Anfang März 2010 auf einer Konferenz in San Francisco, im Laufe dieses Jahres sei mit einer “größeren Ankündigung” zu rechnen. “Es wird eine Menge passieren, was den Fernseher in ein Internetgerät, einen Computer, verwandeln wird”, sagte Perlmutter.

Sony arbeitet im Rahmen des Projektes an einem Fernseher mit Android-Betriebssystem. Ziel ist es, ebenso leicht per Fernbedienung auf Twitter, Youtube-Videos oder die Picasa-Fotosammlung zugreifen zu können, wie einen Kanal am Fernseher zu wechseln. Auch Downloads von Spielen und Applikationen sind geplant. Für den Zugriff auf Webseiten komme eine spezielle Version des Chrome-Browsers zum Einsatz.

Google will seine TV-Plattform, die auf Android für Smartphones basiert, für andere Softwareentwickler offenhalten. Ein Toolkit für Entwickler soll in den nächsten Monaten erscheinen. Erste Unterhaltungselektronikprodukte mit Android werden frühestens für den Sommer 2010 erwartet. Google hat bereits einen Prototyp einer Set-Top-Box mit Atom-Prozessor und Android-Betriebssystem gebaut, die Hardware soll aber wahrscheinlich direkt in die Fernsehgeräte integriert werden.

Foto:

LAS VEGAS – JANUARY 07: An image of football player Tim Tebow appears on a Samsung Moment phone that features mobile digital television at the 2010 International Consumer Electronics Show at the Las Vegas Convention Center January 7, 2010 in Las Vegas, Nevada. The phone works with Google Android and uses a receiver built in to get TV signals from the surrounding area. The company will begin consumer trials for the device this year. CES, the world’s largest annual consumer technology tradeshow, runs through January 10 and is expected to feature 2,500 exhibitors showing off their latest products and services to about 110,000 attendees. (Photo by Ethan Miller/Getty Images)

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