Er hat bewusst getäuscht

Nun ist er also weg… der Doktortitel. Ein unwürdiges Schauspiel fand gestern Abend sein vorläufiges Ende, als die Universität Bayreuth über die Aberkennung des Doktortitels informierte. Die Universität Bayreuth hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg seinen nach öffentlichen Plagiatsvorwürfen umstrittenen Doktortitel ihrer juristischen Fakultät entzogen.

Der Präsident der Universität, Rüdiger Bormann, begründete die Entscheidung nach zweitägigen Beratungen u.a.damit,

“dass der CSU-Politiker wissenschaftliche Standards nicht eingehalten habe.” [1]

Die Aberkennung des Doktortitels wurde zwar allgemein erwartet… viel zu dreist hat sich Karl-Theodor zu Guttenberg schliesslich bei fremden Quellen bedient… trotz allem kam die Aberkennung dann aber sehr schnell… nach nur zwei Tagen Beratung.

Eine Erklärung dafür -warum es so schnell ging- lieferte der Präsident der Universität, Rüdiger Bormann:

“Man habe sich auf das offensichtlichste konzentriert. Eine Überprüfung darauf, ob eine Täuschungsvorwurf positiv beschieden werden kann, war nicht Teil der Beratung” [2]

Kurz und schmerzlos. Die Debatte um die Plagiatsvorwürfe sollte mit diesem Statement beendet werden… ganz im Sinne des Karl-Theodor zu Guttenberg also.

Doch so ganz ist die Debatte um zu Guttenberg eben nicht beendet… sie beginnt gerade erst und sie endet nur… wenn Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Rücktritt erklärt.

Mehr als 80% der Menschen in diesem Land, wollen -laut Umfragen/siehe Foto- den Rücktritt des Ministers.

Sie sind von zu Guttenberg schlicht enttäuscht.

Zu den schlechten Umfragewerten hat der Minister, der sich nur Stück für Stück zur Wahrheit zwingen lies,einen großen eigenen Beitrag geleistet.

Den Rest gab er sich dann gestern selbst, als er in einem fast weinerlichen Tonfall in der “Aktuellen Stunde” des Bundestages Rede und Antwort stehen mußte.

Nun steht also noch die Frage im Raum, hat er bewusst getäuscht oder nicht.? Dieter Wiefelspütz (SPD) dazu:

“Die Universität Bayreuth kneift, denn sie verzichtet darauf zu prüfen, ob eine bewusste Täuschung vorliegt – und das trotz massivster Anhaltspunkte.” [3]

Meiner Meinung nach braucht eine extra Prüfung -ob hier bewusst getäuscht wurde oder nicht- nicht mehr stattfinden.

Wären es nur eine handvoll Plagiate, die man in dieser Doktorarbeit des Herren zu Guttenberg gefunden hätte, wäre die Täuschungsabsicht schwer beweisbar.

So aber sind es mehrere hundert “Fundstücke” und diese sprechen eine klare und deutliche Sprache.

Der Rücktritt von zu Guttenberg muß erfolgen… daran geht kein Weg vorbei.

Quelle zu 1: http://www.dw-world.de/dw/function/0,,83389_cid_14870761,00.html

Quelle zu 2: n-tv, N24, Pro7, RTL

Quelle zu 3: http://www.welt.de/politik/deutschland/article12631117/Die-Uni-Bayreuth-kneift-kritisiert-die-SPD.html

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