Frommer Langfinger

Ein ehemaliger katholischer Pfarrer in Unterfranken hat wohl mehr als eine Million Euro Kirchengelder in die eigene Tasche gesteckt. Dieser Auffassung ist jedenfalls die Staatsanwaltschaft Würzburg.

Seit Montag muss sich nun der fromme Langfinger vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Dem 78-Jährigen aus dem Landkreis Main-Spessart wird Untreue vorgeworfen, sagte eine Gerichtssprecherin. Die Staatsanwaltschaft Würzburg hatte wegen schwerer Untreue in 50 Fällen Anklage gegen den Priester erhoben.

Der ehemalige Gemeindepfarrer war im Mai 2010 festgenommen worden und hatte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe eingeräumt. Er kam später frei, da nach Ansicht des Gerichts keine Verdunkelungsgefahr mehr bestand.

Einen Teil des Geldes entdeckten die Ermittler bei einer Wohnungsdurchsuchung und auf Konten des Geistlichen. Es soll sich dabei um Spenden und um Gelder aus Kollekten handeln, die der Mann der Kirche vorenthielt.

Quelle: dpa