Deutschland: Jetzt ist Apple drann


Nach Google… ist jetzt Apple ins Fadenkreuz deutscher Politiker geraten und zwar wegen -wir ahnen es- seiner Datenschutzbestimmungen.

Apple Inc. CEO Steve Jobs smiles at the end of the iPhone OS4 special event at Apple headquarters in Cupertino, California, in this April 8, 2010 file photo. Apple is expected to post strong first quarter earnings when the results are released on April 20, 2010. Picture taken April 8, 2010. REUTERS/Robert Galbraith (UNITED STATES - Tags: SCI TECH BUSINESS)

Die Bundesregierung verlangt jetzt vom iPhone-Hersteller Apple mehr Transparenz beim Datenschutz und Einblick in die firmeneigenen Datenbanken.
Ausgerechnet Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)sagte:

Apple müsse sofort offenlegen, welche Daten erfasst, wie lange sie gespeichert und wofür sie verwendet würden

Nun, soweit kennen wir ja die deutsche Politik mit ihrem Kontrollwahn und soweit ist auch nichts auszusetzen aber… das Schmankerl kommt jetzt:

es sei undenkbar, wenn Apple tatsächlich Persönlichkeits- oder gar Bewegungsprofile seiner Nutzer erstelle. Ich erwarte, dass Apple deutschen Datenschützern Einblick in die Datenbanken gewährt

Man wirft also Apple vor, gegen geltendes Recht zu verstoßen und seine Nutzer zu überwachen und setzt noch einen drauf, in dem man Einsicht in firmeneigene Datenbanken verlangt.
Schlimmer geht es eigentlich kaum noch… und es kommt ausgerechnet von Leutheusser-Schnarrenberger… da kann man eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln.

Die ganze Panikmache hat natürlich auch einen Grund und selbiger liegt in den Datenschutzbestimmungen von Apple… bzw. in einer vor kurzem veröffentlichten Richtlinie von Apple.
Darin nimmt der Computer- und Unterhaltungselektronik-Hersteller unter anderem für sich in Anspruch, in Echtzeit anonymisierte Daten zur Standortbestimmung erheben zu dürfen wenn die Nutzer dem zustimmen.
Hier der Link dazu: http://www.apple.com/chde/legal/privacy/

Unter anderem heißt es unter dem Punkt “Wie wir Ihre personenbezogenen Daten verwenden” ausdrücklich:

Wenn Sie nicht in unserem Verteiler sein möchten, können Sie sich jederzeit abmelden indem Sie Ihre Einstellungen ändern.

Das heißt also, bevor Apple tatsächlich irgendwelche Daten der Nutzer für eigene Zwecke verarbeitet, muß der Nutzer dieser Verarbeitung ausdrücklich zustimmen… der Nutzer hat also immer die Möglichkeit dies abzulehnen. Weiter heißt es unter dem Punkt:

Standortbezogene Dienste

Um standortbezogene Dienste auf Apple-Produkten anzubieten, können Apple und unsere Partner und Lizenznehmer präzise Standortdaten erfassen, verwenden und weitergeben, einschliesslich des geographischen Standorts Ihres Apple-Computers oder Geräts in Echtzeit. Diese Standortdaten werden in anonymisierter Weise gesammelt, durch die Sie nicht persönlich identifiziert werden. Diese Standortdaten werden von Apple und unseren Partnern und Lizenznehmern verwendet, um Ihnen standortbezogene Produkte und Dienste anzubieten und diese zu verbessern. Wir geben beispielsweise Ihren geographischen Standort an Anwendungsdienstleister weiter, wenn Sie deren Standortdienste auswählen.

Manche von Apple angebotene standortbezogene Dienste, so wie die Funktion MobileMe “Mein iPhone suchen”, benötigen Ihre personenbezogenen Daten, um zu funktionieren.

Deutsche Experten haben nun genau diese Formulierung scharf kritisiert… warum.?

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