Argentinien holt sich YPF zurück


Mit dem Argument “Energie ist lebenswichtig” verstaatlicht Argentiniens Präsidentin Kirchner das Ölunternehmen YPF.

Kirchner sagte, sie werde den Kongress um die Zustimmung für eine Übernahme von 51 Prozent der Repsol-Tochter YPF bitten.  Kirchners Begründung für die international umstrittene Aktion: Energie sei lebenswichtig. YPF habe zu wenig in Argentinien investiert – weshalb Argentinien allein im vergangenen Jahr Treibstoff im Wert von 9 Mrd. Dollar importieren musste.

YPF / Geschichte:

Yacimientos Petrolíferos Fiscales (YPFStaatliche Petroleumvorkommen) war eine staatliche Ölgesellschaft in Argentinien.

Das Unternehmen, spezialisiert in der Entdeckung, Produktion, Raffination und Kommerzialisierung von Erdöl, hat seine Wurzeln im Jahr 1907, als das „schwarze Gold“ in der Nähe der Stadt Comodoro Rivadavia in Chubut entdeckt wurde. Das Unternehmen wurde 1922 unter der Regierung von Hipólito Yrigoyen gegründet und von Enrique Mosconi geleitet. Es war seinerzeit die erste Erdölgesellschaft, die ausschließlich vom Staat geleitet wurde, mit Ausnahme der Sowjetunion.

Seit seiner Gründung, hat die YPF nicht nur zahlreiche Erdölvorkommen erschlossen, sondern auch beim Aufbau vieler Städte wichtige Beiträge geleistet, z. B. bei Comodoro Rivadavia, Caleta Olivia in Puerto Santa Cruz, Plaza Huincul in Neuquén und General Mosconi in Salta.

Im Jahre 1991 wurde YPF auf Betreiben des damaligen Präsidenten Carlos Saúl Menem – bis auf 5 %, die weiterhin der Staat hielt – privatisiert. Diese Privatisierung war und ist in erheblichem Maße umstritten.

Im Jahre 1999 verkaufte die argentinische Regierung die restlichen 5 % an Repsol S.A., die spanische Repsol fusionierte später mit YPF. Die Union beider Gesellschaften trägt den Namen Repsol YPF, die früher YPF gehörenden Teile erwirtschaften circa 50 % der Gesamtproduktion.

Nach Recherchen der Financial Times fackelte Kirchner nicht lange bei der Machtübernahme von YPF. Roberto Baratta, der Vertreter der Regierung im Aufsichtsrat, sei gleich nach der Ankündigung der Präsidentin zum Unternehmenssitz gefahren und habe dort eine Liste mit Namen spanischer Manager präsentiert, die das Gebäude fortan nicht mehr betreten dürfen. Buenos Aires drängt die Repsol-Tochter seit geraumer Zeit, die Produktion von Öl und Erdgas auszuweiten, um dem Land teure Importe zu ersparen.

Quelle: FTD, Reuters,Wikipedia

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