Italien ebenfalls abgehört

Die USA und Großbritannien haben auch die italienische Regierung massiv ausspioniert. Der US-Geheimdienst NSA und sein britisches Pendant haben dazu italienische Telekomnetzwerke überwacht, meldete die Wochenzeitung “L’Espresso”. In ihrem Visier seien die Regierung in Rom, Unternehmen sowie mutmaßliche terroristische Vereinigungen gewesen. Der Snowden-Vertraute und frühere Journalist der britischen Tageszeitung “Guardian”, Glenn Greenwald, sagt zu “L’Espresso”: “Die NSA betreibt viele Späh-Operationen, auch bei europäischen Regierungen, einschließlich der italienischen Regierung.” Snowden verfüge über entsprechende Beweise und werde diese innerhalb der nächsten Wochen veröffentlichen.

Siehe dazu auch:

 

 

Richter zeigt BKA-Präsidenten wegen Drohnenangriffs an

Der Spiegel
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Eigentlich verlinke ich nicht gerne auf deutsche Qualitaetsmedien, warum das so ist, dass habe ich auf der Seite “Fragen” beantwortet.

Heute mache ich aber mal eine Ausnahme.

Die Meldung die der Spiegel veröffentlicht, die hat es in sich. Der Chef des BKA wurde angezeigt… wegen “Beihilfe zum Mord”…

Im Fall des durch eine US-Drohne getöteten deutschen Islamisten Bünyamin E. gerät die Bundesregierung unter Druck. Thomas Schulte-Kellinghaus, Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe, hat Strafanzeige gegen den Präsidenten des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, gestellt. Vom Verdacht der Beihilfe zum Mord an Bünyamin E. betroffen seien unter Umständen auch die Verantwortlichen der Verfassungsschutzämter und des Bundesnachrichtendienstes. Die Strafanzeige soll klären helfen, ob deutsche Sicherheitsbehörden im Vorfeld des Drohnenangriffs Informationen an die USA weitergegeben haben, die zu dem tödlichen Schlag führten. Am 4. Oktober war ein von Islamisten genutztes Haus in der pakistanischen Stadt Mir Ali von den Amerikanern beschossen worden.

Hier weiter: http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,738427,00.html

 

 

Wehe wenn Du schläfst

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Mit der schwedischen Gesetzgebung zu kollidieren, kann gefährlich werden für den Mann… besonders wenn sich FRAU während des Aktes urplötzlich unwohl fühlt… oder gar einschläft. Ist MANN dann noch populär, kann aus einer harmlosen und freiwilligen “Liebesnacht” in Schweden schnell eine Anklage wegen Vergewaltigung gezimmert werden… die dortigen Gesetze machen es möglich. Julian Assange durchlebt aktuell genau diesen Horrortrip. Die Anklagen gegen Wikileaks-Gründer Assange werden immer detaillierter öffentlich gemacht. Ungeschützter Sex mit einer Schlafenden ist der härteste Vorwurf. Der Australier wehrt sich: Geldinteressen von zwei Schwedinnen seien im Spiel. Sex mit einer Schlafenden, ein angeblich bewusst zum Platzen gebrachtes Kondom und das eigene Körpergewicht als Druckmittel zur Durchsetzung sexueller Wünsche: Dies sind nach Medienangaben neben einer nicht näher beschriebenen „sexuellen Kränkung“ die konkreten Vorwürfe von zwei Schwedinnen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange.

Der Londoner „Guardian“ gab am Wochenende detailliert wie vorher keine andere Zeitung den Inhalt der Stockholmer Anklagen gegen den 39-jährigen Australier wieder. Das Blatt nahm auch Assanges Gegenvorwurf eines „abgekartetes Spiels“ der Frauen mit angeblichen SMS-Beweisen unter die Lupe: Beide hätten ausschließlich freiwilligen Sex mit ihm gehabt und auf Geld von Medien spekuliert, ehe sie gemeinsam zur Polizei gegangen seien, sagte Assange von seinem englischen Domizil Ellingham Hall aus. Stimmt nicht, meinte die Londoner Zeitung unter Berufung auf geheime Verhörprotokolle der Staatsanwaltschaft, zu denen man „nicht autorisierten“ Zugang bekommen habe. Diesmal aber nicht über das Enthüllungsportal Wikileaks. Als dessen international berühmter Sprecher war Assange Mitte August zu einem Seminar nach Stockholm gekommen. Hier bot ihm laut „Guardian“ „Fräulein A“, die ein Seminar für den Australier mitorganisierte, ihre Wohnung als Bleibe an. Und hier setzte Assange nach Aussage der Frau dann mit Hilfe seines Körpergewichts nicht erwünschten Sex durch, was als sexuelle Nötigung gewertet wird. Zudem soll er mit dem von ihr verlangten Kondom „etwas gemacht“ haben, so dass es geplatzt sei. Auch danach habe der Australier bis zum Ende weitergemacht.

Trotz dieses Konfliktes konnte der Mann von Wikileaks dem Bericht zufolge aber weiter in der Wohnung bleiben, und er war demnach sogar Mittelpunkt einer Party, zu der „Fräulein A“ Freunde einlud. Auf dem Fest sagte sie einer Freundin nach den Polizeiangaben: „Es war nicht nur der schlechteste Sex, den ich je hatte, sondern auch gewaltsam.“
Zur Polizei ging sie damit nach ihren eigenen Angaben erst, nachdem sie sich mit „Fräulein W“ über sehr ähnliche unerwünschte Kontakte mit Assange ausgetauscht hatte. W war als „bekennender Assange-Fan“ zu dem Stockholmer Seminar gekommen, hatte sich mit dem Australier anschließend zum Kino in der hintersten Reihe verabredet und den berühmten Mann in ihre Wohnung nach Enköping mitgenommen. Dort habe es im Bett zwar eine Kontroverse über Sex mit oder ohne Kondom gegeben, aber keinen Geschlechtsverkehr, berichtete „Guardian“.
Am nächsten Morgen, so berichtete W der Zeitung zufolge der Polizei, sei sie nach dem gemeinsamen Frühstück wieder eingeschlafen und aufgewacht, als Assange ungeschützten Sex mit ihr ausgeführt habe. Hier handelte es sich nach Auffassung der Staatsanwaltschaft um Vergewaltigung.

Dass Assange dann einen HIV-Test abgelehnt haben soll, soll der entscheidende Grund für den gemeinsamen Gang von A und W zur Polizei gewesen sein. Keine der beiden zeigte ihn aber an. Das Ermittlungsverfahren wurde allein von der zuständigen Staatsanwältin in Gang gesetzt. Dass dieser Ablauf für das von Assange vermutete US-Komplott spricht, glauben in Stockholm auch Wikileaks-Mitstreiter nicht. „Es gibt nur ein Problem zwischen Julian und zwei Frauen“, sagte der schwedische Wikileaks-Sprecher „Harold“ dem „Guardian“. Man solle die „ganz normalen Ermittlungen“ ihren Lauf nehmen lassen.

dpa

Deutschland raus aus dem EURO

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Das es hinter den politischen Kulissen immer wieder mal kracht, wissen wir nicht erst seit Wikileaks entsprechende Dokumente veröffentlicht hat.

Das Politiker sich nicht mögen, sich nicht ausstehen können, dürfte ebenfalls niemanden wundern. Und so ist es auch kein Wunder oder gar etwas furchtbares wenn es heute in der Presse heißt, die deutsche Kanzlerette hätte sich den griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou zur Brust genommen.

Das passiert und es passiert gar nicht mal so selten das ein Politiker den anderen so richtig “in die Pfanne haut” oder gar Drohungen ausspricht. Wichtig bei solchen Sachen ist das Verhalten danach… und da macht die deutsche Regierung mal wieder keine gute Figur, man dementiert nämlich nichts wenn andere Politiker den Vorfall unmittelbar mitbekommen haben.

Unter Berufung auf Regierungsvertreter aus anderen EU-Ländern berichtete “The Guardian” am Samstag, Merkel habe dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou während einer hitzigen Diskussion auf dessen Vorhaltung, ihre Vorschläge für einen dauerhaften Euro-Schutzschirm seien undemokratisch, geantwortet, wenn der Euro sich zu einem solchen Verein entwickle, sollte Deutschland vielleicht austreten.

Die Reaktion aus Deutschland kam dann auch promt…

“Nichts an dieser Geschichte ist wahr”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag zu Reuters. “Die Bundeskanzlerin hat eine solche Äußerung nie gemacht, und die Bundesregierung steht uneingeschränkt zum Euro”, sagte Seibert.

NEIN… niemand hat mit dem Austritt aus dem EURO gedroht, da wurde nur wieder etwas falsch interpretiert. Das kennen wir doch. Blöd für die Kanzlerette wird es nur dann… wenn das Gesprächsprotokoll veröffentlicht wird. Wo.? Bei Wikileaks natürlich.

Aber Spaß beiseite, ein Austritt Deutschland’s aus dem EURO wird nicht erst seit heute gefordert. Bei einer entsprechenden Suche finde ich  2,100,000 results (0.14 seconds)  bei Google. So neu kann das Thema also nicht sein und es müsste auch in der Politik schon angekommen sein. Die nächsten Kandidaten, die unter EURO-Schirm wollen/müssen/sollen sind bereits bekannt und irgendwann wird die Kohle für solche Spielchen nicht mehr reichen. Das Deutschland also auch in Zukunft Zahlmeister für die EU sein wird, ist -sieht man die Realitaet- daher gar nicht mal so sicher.

Quelle: http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE6B305320101204