Beweislage kippt

Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño schlägt vor, Julian Assange unter diplomatischem Schutz nach Stockholm ausreisen zu lassen.

Dort könnte er dann  in der ecuadorianischen Botschaft von der schwedischen Justiz erneut zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen befragt werden.

Julian Assange droht in England immer noch die Verhaftung durch britische Behörden, sollte er die ecuadorianische Botschaft in London verlassen. Julian Assange war am 19. Juni 2012 in die Botschaft Ecuadors gegangen. Am 16. August 2012 gewährte ihm Ecuador politisches Asyl und stellte ihn unter diplomatischen Schutz.

Schwedische Medien berichten inzwischen, dass zwei unabhängige Gutachter auf einem Kondom keine DNA-Spuren des 41-jährigen Australiers festgestellt haben.  Das als Beweismittel sichergestellte Kondom wurde im Zuge von Ermittlungen untersucht. Der Polizeibericht mit den Ergebnissen liegt inzwischen auch Assanges Verteidigern vor, berichtet u.a. auch die englische  Daily Mail.

A torn condom given to Swedish police by one of the alleged  victims was examined by staff at two forensic laboratories but they could not find any conclusive evidence of Mr Assange’s DNA on it.

Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2203920/Condom-used-evidence-Assange-sex-case-does-contain-DNA.html#ixzz27IlFF2zM

Julian Assange bestreitet die Vorwürfe und wirft den schwedischen Behörden vor, die Ermittlungen als Vorwand zu nutzen um ihn in Schweden zu verhaften und letztlich an die USA auszuliefern.

Julian Assange

Nur zur Erinnerung und weil die Medien in dieser Sache weiterhin stur die Tatsachen ausblenden, auf den Bildern sieht man Julian Assange mit dem angeblichen Vergewaltigungsopfer Anna A. (Gesicht verpixelt)  an seiner Seite, 48 Stunden nach der angeblichen Tat…

Das Bild entstand beim Abendessen im Glenfiddich Restaurant in Stockholm am 15. August 2010.

Prozess-Verzögerung

Julian Assange at New Media Days 09 in Copenhagen.
Image via Wikipedia

Der britische Anwalt des Wikileaks-Gründers Julian Assange geht davon aus, dass die schwedische Justiz mit der amerikanischen kooperiert, um den Australier an die USA auszuliefern.

“Wir hören, dass die Schweden darauf vorbereitet sind, die Vergewaltigungsermittlungen gegen Julian einzustellen, sobald die Amerikaner seine Auslieferung verlangen”,sagte Mark Stephens der “Zeit” in London. Er beruft sich dabei auf Quellen in Washington und Stockholm.

Stephens nennt die Vorwürfe in Schweden einen “holding case”, ein Verfahren, das angestrengt werde, um Zeit zu gewinnen. Er glaube nicht an ein gerechtes Verfahren. Aus diesem Grund sei Julian Assange nicht bereit, nach Stockholm zu reisen. Stephens sagt, dass die “Endstation” einer Auslieferung nach Schweden “ein Hochsicherheitsgefängnis in den USA” wäre. Gegen den Australier Assange wird in Schweden wegen Verdachts der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung ermittelt. Er hält sich derzeit in Großbritannien auf, die schwedische Staatsanwaltschaft drängt per europäischem Haftbefehl auf seine Auslieferung. Die nächste Anhörung zu seiner Auslieferung findet am 6. und 7. Februar in London statt.

(dts Nachrichtenagentur)

Wehe wenn Du schläfst

Logo used by Wikileaks
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Mit der schwedischen Gesetzgebung zu kollidieren, kann gefährlich werden für den Mann… besonders wenn sich FRAU während des Aktes urplötzlich unwohl fühlt… oder gar einschläft. Ist MANN dann noch populär, kann aus einer harmlosen und freiwilligen “Liebesnacht” in Schweden schnell eine Anklage wegen Vergewaltigung gezimmert werden… die dortigen Gesetze machen es möglich. Julian Assange durchlebt aktuell genau diesen Horrortrip. Die Anklagen gegen Wikileaks-Gründer Assange werden immer detaillierter öffentlich gemacht. Ungeschützter Sex mit einer Schlafenden ist der härteste Vorwurf. Der Australier wehrt sich: Geldinteressen von zwei Schwedinnen seien im Spiel. Sex mit einer Schlafenden, ein angeblich bewusst zum Platzen gebrachtes Kondom und das eigene Körpergewicht als Druckmittel zur Durchsetzung sexueller Wünsche: Dies sind nach Medienangaben neben einer nicht näher beschriebenen „sexuellen Kränkung“ die konkreten Vorwürfe von zwei Schwedinnen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange.

Der Londoner „Guardian“ gab am Wochenende detailliert wie vorher keine andere Zeitung den Inhalt der Stockholmer Anklagen gegen den 39-jährigen Australier wieder. Das Blatt nahm auch Assanges Gegenvorwurf eines „abgekartetes Spiels“ der Frauen mit angeblichen SMS-Beweisen unter die Lupe: Beide hätten ausschließlich freiwilligen Sex mit ihm gehabt und auf Geld von Medien spekuliert, ehe sie gemeinsam zur Polizei gegangen seien, sagte Assange von seinem englischen Domizil Ellingham Hall aus. Stimmt nicht, meinte die Londoner Zeitung unter Berufung auf geheime Verhörprotokolle der Staatsanwaltschaft, zu denen man „nicht autorisierten“ Zugang bekommen habe. Diesmal aber nicht über das Enthüllungsportal Wikileaks. Als dessen international berühmter Sprecher war Assange Mitte August zu einem Seminar nach Stockholm gekommen. Hier bot ihm laut „Guardian“ „Fräulein A“, die ein Seminar für den Australier mitorganisierte, ihre Wohnung als Bleibe an. Und hier setzte Assange nach Aussage der Frau dann mit Hilfe seines Körpergewichts nicht erwünschten Sex durch, was als sexuelle Nötigung gewertet wird. Zudem soll er mit dem von ihr verlangten Kondom „etwas gemacht“ haben, so dass es geplatzt sei. Auch danach habe der Australier bis zum Ende weitergemacht.

Trotz dieses Konfliktes konnte der Mann von Wikileaks dem Bericht zufolge aber weiter in der Wohnung bleiben, und er war demnach sogar Mittelpunkt einer Party, zu der „Fräulein A“ Freunde einlud. Auf dem Fest sagte sie einer Freundin nach den Polizeiangaben: „Es war nicht nur der schlechteste Sex, den ich je hatte, sondern auch gewaltsam.“
Zur Polizei ging sie damit nach ihren eigenen Angaben erst, nachdem sie sich mit „Fräulein W“ über sehr ähnliche unerwünschte Kontakte mit Assange ausgetauscht hatte. W war als „bekennender Assange-Fan“ zu dem Stockholmer Seminar gekommen, hatte sich mit dem Australier anschließend zum Kino in der hintersten Reihe verabredet und den berühmten Mann in ihre Wohnung nach Enköping mitgenommen. Dort habe es im Bett zwar eine Kontroverse über Sex mit oder ohne Kondom gegeben, aber keinen Geschlechtsverkehr, berichtete „Guardian“.
Am nächsten Morgen, so berichtete W der Zeitung zufolge der Polizei, sei sie nach dem gemeinsamen Frühstück wieder eingeschlafen und aufgewacht, als Assange ungeschützten Sex mit ihr ausgeführt habe. Hier handelte es sich nach Auffassung der Staatsanwaltschaft um Vergewaltigung.

Dass Assange dann einen HIV-Test abgelehnt haben soll, soll der entscheidende Grund für den gemeinsamen Gang von A und W zur Polizei gewesen sein. Keine der beiden zeigte ihn aber an. Das Ermittlungsverfahren wurde allein von der zuständigen Staatsanwältin in Gang gesetzt. Dass dieser Ablauf für das von Assange vermutete US-Komplott spricht, glauben in Stockholm auch Wikileaks-Mitstreiter nicht. „Es gibt nur ein Problem zwischen Julian und zwei Frauen“, sagte der schwedische Wikileaks-Sprecher „Harold“ dem „Guardian“. Man solle die „ganz normalen Ermittlungen“ ihren Lauf nehmen lassen.

dpa

Will man jemanden vernichten, muß man erst seinen Namen zerstören… Teil 2

Julian Assange, WikiLeaks, at New Media Days 09
Image by New Media Days via Flickr

Langsam nimmt die Geschichte um Julian Assange an Fahrt auf und es erhärtet sich der Verdacht, Julian Assange soll nicht wegen einer angeblichen Vergewaltigung befragt werden… nein, man will ihn wegen Wikileaks haben.

Da man ihn aber so ohne weiteres nicht in die Hände bekommt, konstruiert man eine Tat… bauscht diese über die Medien gewaltig auf und stellt – wie geschehen- gleich noch einen internationalen Haftbefehl aus.  Persönlich habe ich ja noch nicht erlebt das ein Staatsanwalt sofort einen internationalen Haftbefehl nur wegen einer Vergewaltigung ausstellt, schon gar nicht wenn der angebliche Täter sich öffentlich zur Zusammenarbeit mit den Behörden mehrfach bereit zeigt, im Land verbleibt bis zum Abschluß der Untersuchungen und das Untersuchungsverfahren dann -wegen fehlenden Tatverdacht- eingestellt wird.

Überhaupt scheint der Vergewaltigungsvorwurf für staatliche Ermittler und andere Dienste sehr erfolgversprechend zu sein… man braucht nur eine “anzeigende Person” … einen möglichst einfachen Sachverhalt -einen den sich das angebliche Opfer leicht einprägen kann- und man braucht natürlich ein Gericht plus Richtern, die diesen konstruierten Verdacht dann zur Gewissheit machen, Fakten schaffen sozusagen. Am Ende hat man ein Opfer, einen angeblichen Täter -den man praktischerweise gleich ruiniert hat- und für die Öffentlichkeit sieht es so aus, als hätte man seinen Job ordentlich getan.

Tatsächlich gab es keine Vergewaltigung, es ging von Anfang an nur darum… den angeblichen Täter zu diffamieren, ihn -öffentlich- zu demontieren um ihn dann leichter aus dem öffentlichen Leben “entsorgen” zu können. Der Hintergedanke: niemand glaubt mehr den Ausführungen eines verurteilten Vergewaltigers… und damit wäre das Projekt Wikileaks erledigt.

Die internationale Polizeiorganisation Interpol hat nun den Eingang eines von der schwedischen Justiz ausgestellten Haftbefehls gegen den Mitbegründer der Internetplattform Wikileaks, Julian Assange, wegen Vergewaltigung bestätigt. Schweden habe den Haftbefehl mit der Bitte übermittelt, ihn mit einem sogenannten roten Vermerk zur Festnahme des 39-jährigen Australiers zu versehen, teilte Interpol mit.

Über den genauen Inhalt des Vermerks könne Interpol jedoch erst Auskunft geben, wenn Schweden die Polizeiorganisation dazu ermächtigt habe.

Ein Sprecher der schwedischen Kriminalpolizei hatte zuvor mitgeteilt, dass am Freitagabend Informationen über den Fall zusammengetragen und an die Schengen-Staaten und Interpol geschickt worden seien. “Der Staatsanwalt hatte schon entschieden, einen internationalen Haftbefehl auszustellen, wir haben sichergestellt, dass alle Polizeikräfte in der Welt ihn sehen”, sagte Tommy Kangasvieri.

Ein Gericht in Stockholm hatte am Donnerstag einen Haftbefehl gegen Assange wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung von zwei Frauen ausgestellt. Die Ermittlungsleiterin bei der schwedischen Staatsanwaltschaft, Marianne Ny, hatte ihren Antrag damit begründet, dass Assange zu den Vorwürfen befragt werden müsse. Assange hatte diese stets bestritten und von einer Schmutzkampagne gegen ihn und Wikileaks gesprochen. Sein schwedischer Anwalt Björn Hurtig legte am Freitag Einspruch gegen den Haftbefehl ein. Ein Berufungsgericht muss nun darüber entscheiden, ob der Haftbefehl aufrecht erhalten wird. Schwedischen Medienberichten zufolge wird mit einer Entscheidung innerhalb weniger Tage gerechnet.

Der Grund warum man ihn unbedingt haben will: Assange ist durch die Veröffentlichung zehntausender Geheimdokumente zu den US-Einsätzen in Afghanistan und im Irak weltbekannt. Wikileaks hatte mit der Veröffentlichung im Juli und im Oktober eine kontroverse Debatte über den Umgang mit geheimen Militärdokumenten angestoßen. Assange wird derzeit in Großbritannien vermutet.

Julian Assange: Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage

The Subtle Roar of Online Whistle-blowing: Jul...
Image by New Media Days via Flickr

Wenige Wochen nach der Veröffentlichung geheimer Dokumente zum Afghanistan-Krieg hat Schweden Ermittlungen gegen den Gründer des Internetdienstes WikiLeaks eingeleitet. Ohne nähere Umstände zu nennen, stellte die Staatsanwaltschaft in Stockholm am Wochenende einen Haftbefehl gegen Julian Assange wegen Vergewaltigung aus, zog den Haftbefehl jedoch wenige Stunden später wieder zurück. “Alle Vergewaltigungsvorwürfe wurden aufgehoben”, sagte eine Sprecherin der Behörde. Ermittlungen wegen sexueller Belästigung liefen aber weiter.

Der Internetdienst vermutete eine gezielte Aktion seiner Gegner hinter dem Vorgehen. Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage, teilte der Australier Assange auf der Twitter-Seite von WikiLeaks mit. Der Zeitpunkt der Anklage sei zudem “zutiefst irritierend”. “Wir wurden gewarnt, dass es schmutzige Tricks geben wird. Das ist der erste”, hieß es weiter auf der Seite, die weltweit von mehr als 100.000 Anhängern gelesen wird. Kristinn Hrafnsonn sagte: “Wir haben schon damit gerechnet, dass irgendetwas dazu benutzt wird, WikiLeaks oder Julian selbst in Misskredit zu bringen.”

Assange hat enge Verbindungen nach Schweden und hat das Land zuletzt in der vergangenen Woche besucht. Sein Portal hat einige Server in dem skandinavischen Land stehen. WikiLeaks hat angekündigt, weitere Dokumente über den Afghanistan-Krieg zu veröffentlichen. Die US-Regierung verurteilte den Plan als “Gipfel der Verantwortungslosigkeit”. In den im Juli veröffentlichten Unterlagen zum Afghanistan-Krieg war unter anderem von gezielten Tötungsaktionen die Rede.

Zudem zeichneten sie ein ernüchterndes Bild von den Erfolgsaussichten des Einsatzes gegen radikale islamische Kräfte, die für die Anschläge in New York im September 2001 verantwortlich sind. Es war bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass der Internetdienst großes Aufsehen erregte. Im Frühjahr veröffentlichte WikiLeaks ein Militärvideo über einen Hubschrauberangriff im Irak im Jahr 2007, bei dem Dutzende Menschen getötet wurden, darunter auch zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters.

Die ganz, ganz fiese Nummer…

Es war ja klar, irgendwie muß man ihn kriegen, und wenn man ihn nicht bekommt, muß man wenigstens den Namen Julian Assange zerstören.  Und wie kann man am einfachsten den Namen ruinieren.?  Richtig, man erfindet eine Vergewaltigung.  Dumm nur, dieser Julian Assange bleibt freiwillig in Schweden und will mit der dortigen Polizei kooperieren… das ist untypisch für jemanden, der doch die Polizei eigentlich fürchten sollte.

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Der Mitgründer der wegen der Veröffentlichung geheimer Afghanistan-Dokumente umstrittenen Internetplattform Wikileaks, Julian Assange, steht in Schweden unter Vergewaltigungsverdacht. Wie die Staatsanwaltschaft in Stockholm mitteilte, wird der 39-jährige Australier wegen mutmaßlicher Vergewaltigung und einem weiteren Delikt gesucht. Die Staatsanwaltschaft gab zu der zweiten Anschuldigung keine Einzelheiten bekannt. Die schwedische Zeitung “Expressen” berichtet, Assange werde auch Körperverletzung gegen eine Frau zur Last gelegt.

Wikileaks versteht sich als Plattform für die anonyme Veröffentlichung brisanter Geheimdokumente im Internet, um auf diese Weise Skandale zu enthüllen und Missstände aufzudecken. In den vergangenen Wochen erregte die Webseite international Aufsehen mit der Veröffentlichung zehntausender geheimer US-Unterlagen zum Afghanistan-Einsatz, die ihr von unbekannter Seite zugespielt wurden. Assange kündigte am vergangenen Wochenende in Stockholm an, “in einigen Wochen” rund 15.000 weitere Afghanistan-Dokumente veröffentlichen zu wollen.

Update, 21.08.10/ 19:05:10 Uhr:  Die schwedischen Behörden haben den Vergewaltigungs-Verdacht gegen Julian Assange zurückgenommen. Die Behörde hob am Samstagnachmittag den Haftbefehl gegen den 39-jährigen Australier wieder auf, der am Vorabend ausgestellt worden war. Eine Behördensprecherin erklärte: “Es gibt keinen Grund zu dem Verdacht mehr, dass er eine Vergewaltigung begangen hat.”

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